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Wirtschaftsministerium erweitert das Soforthilfeprogramm auf Unternehmen mit bis zu 500 Beschäftigten

23.04.2020

Zusätzliche Liquidität in der Corona-Krise: Das Wirtschaftsministerium erweitert das Hilfsprogramm „Sachsen-Anhalt ZUKUNFT“. Ab heute können Unternehmen mit bis zu 500 Beschäftigten günstige Kredite bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt beantragen. „Wir zünden jetzt die dritte Stufe unserer Soforthilfe für die sachsen-anhaltische Wirtschaft – damit ist das Landespaket jetzt rund“, teilt Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann mit. „Für größere Unternehmen sind günstige Kredite ein probates Mittel, um unbeschadet durch die Krise zu kommen, die oftmals mit Produktionsunterbrechungen und Nachfragerückgängen einhergeht.“ 

Allein die dritte Stufe des Sofortprogramms wird ein Volumen von 250 Millionen Euro umfassen. Insgesamt stehen für Zuschüsse und Darlehen im Rahmen des Soforthilfeprogramms „Sachsen-Anhalt ZUKUNFT“ dann 450 Millionen Euro bereit. Willingmann: „Unser erklärtes Ziel ist es, die Wirtschaftsstrukturen des Landes und damit möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten. Sollten wir weitere Mittel benötigen, werden wir entsprechend nachlegen.“ 
 
Kleinbeihilfen bis 800.000 Euro
Unternehmen mit bis zu 500 Beschäftigten und einem Kapitalbedarf bis zu 800.000 Euro können im Rahmen von „Sachsen-Anhalt ZUKUNFT“ ein Darlehen als so genannte Kleinbeihilfe bei der Investitionsbank beantragen. Die Laufzeit beträgt zehn Jahre, zwei Jahre sind tilgungsfrei, der Zinssatz liegt bei 1,69 Prozent. Im Vergleich zu Angeboten der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist keine Einbindung der Hausbank erforderlich, zudem ist der Zinssatz günstiger (KfW-Schnellkredit: 3 Prozent). Kleinbeihilfen können zudem auch Neugründungen und Start-Ups beantragen, die vor der Krise bereits in Sachsen-Anhalt am Markt waren. Bei Kleinbeihilfen-Darlehen bis 250.000 sind Sicherheiten nicht erforderlich. 

Darlehen bis fünf Millionen Euro
Unternehmen mit bis zu 500 Beschäftigten und einem Kapitalbedarf bis zu fünf Millionen Euro können bei der Investitionsbank günstige Darlehen beantragen. Die Laufzeit beträgt sechs Jahre, sechs Monate sind tilgungsfrei, der Zinssatz beträgt gestaffelt zwischen 0,69 und 1,75 Prozent. Für die Darlehen ist ebenfalls keine Stellungnahme der Hausbank erforderlich. Mit maximal fünf Millionen Euro ist der Kreditrahmen weiter gefasst als bei dem vergleichbaren Angebot der KfW (max. 800.000 Euro). Zudem stehen die Darlehen ebenfalls offen für Neugründungen und Start-Ups, soweit sie bereits in Sachsen-Anhalt vor der Krise tätig waren.

Beide Angebote stehen auch Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten zur Verfügung, wenn sie eine signifikante Betriebsstätte in Sachsen-Anhalt betreiben. Die Investitionsbank wird die Kapitaldienstfähigkeit der Unternehmen über eine Liquiditätsvorschau prüfen. Das ist aber durchaus auch im Sinne der Unternehmen – so kann die Darlehenshöhe so gewählt werden, dass später die Tilgung auch leistbar ist. „Wirtschaftsministerium wie Investitionsbank geht es darum, die Unternehmen des Landes so gut und so unbürokratisch wie möglich zu unterstützen“, betont Willingmann. „Dieses Ziel verfolgen wir im gesamten Soforthilfeprogramm des Landes.“

Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt

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