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GRW UNTERNEHMENSFÖRDERUNG
Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur"

Unternehmen ausbauen, Arbeitsplätze schaffen, … Wachstum verlangt Investitionen. GRW-Zuschüsse unterstützen Unternehmer.  

Wer wird gefördert?

  • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft

Was wird gefördert?

  • Förderfähige Sachanlageinvestitionen im Zusammenhang mit der Schaffung/Sicherung von Dauerarbeitsplätzen für eine Vorhabenslaufzeit von maximal drei Jahren.

  • Alternativ unter bestimmten Voraussetzungen Lohnkosten für neu geschaffene Dauerarbeitsplätze während eines Zeitraumes von zwei Jahren (im Bereich der Bruttolohnkosten von mindestens 36.000 Euro bis höchstens 70.000 Euro je Dauerarbeitsplatz pro Jahr zuzüglich Arbeitgeberanteil an den gesetzlichen Sozialabgaben).

Ihre Vorteile

  • Sachkostenbezogene Förderung:

    Der Basisfördersatz beträgt für
        -  Betriebsstätten von kleinen Unternehmen 25 % 
        -  Betriebsstätten von mittleren Unternehmen 15 %
        -  sonstige Betriebsstätten 5 % 
    des förderfähigen Investitionsvolumens
  • Lohnkostenbezogene Förderung:
    Der Fördersatz beträgt 10 % der festgesetzten Lohnkosten
  • Der Basisfördersatz kann im Rahmen eines Zuschlagssystems um bis zu 5 % erhöht werden, wenn bestimmte Struktureffekte erfüllt werden
  • Darlehen bis zur vollen Höhe des Finanzierungsbedarfs (min. 25.000 Euro, max. 1,5 Mio. Euro)

Was Sie beachten sollten

  • Mit dem Vorhaben darf erst begonnen werden, wenn der Antrag bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt eingegangen ist
  • Bitte beachten Sie die Richtlinie und das Merkblatt

GEMEINSCHAFTSAUFGABE "VERBESSERUNG DER REGIONALEN WIRTSCHAFTSSTRUKTUR" (GRW)

Koordinierungsrahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" in seiner jeweils gültigen Fassung in Verbindung mit den erlassenen Landesregelungen.

  • förderfähige Sachanlageinvestitionen im Zusammenhang mit der Schaffung/Sicherung von Dauerarbeits-plätzen für eine Vorhabenslaufzeit von maximal drei Jahren
  • alternativ unter bestimmten Voraussetzungen Lohnkosten für Arbeitsplätze während eines Zeitraumes von zwei Jahren (im Bereich der Bruttolohnkosten von mindestens 36.000 Euro bis höchstens 70.000 Euro je Dauerarbeitsplatz pro Jahr zuzüglich Arbeitgeberanteil an den gesetzlichen Sozialabgaben)
  • Betriebsstätten (selbständig oder unselbständig) der gewerblichen Wirtschaft im Land Sachsen-Anhalt mit überwiegender Geschäftstätigkeit gemäß den in der Positivliste aufgeführten Gütern oder Leistungen bzw. mit überwiegend überregionalem Absatz (mehr als 50 % des Umsatzes erfolgt durch einen Absatz außerhalb eines Radius von 50 km vom Sitz der Betriebsstätte), die gem. den erlassenen Landesregelungen förderfähig sind.
  • Eine Förderung im Tourismusbereich kommt nur in Betracht, wenn das Vorhaben im besonderen Landesin-teresse steht und mit den Vorhaben grundsätzlich die Herstellung der Barrierefreiheit im touristischen Angebot unterstützt wird. Zur Überprüfung des Landesinteresses ist die Einreichung eines touristischen Konzepts erforderlich, aus dem die überregionale Bedeutung des Vorhabens hervorgeht.
  • Schaffung/Sicherung von Dauerarbeitsplätzen bei Vorhaben mit einem förderfähigen Mindestinvestitionsvolumen von 30.000 Euro
  • Dabei können pro geschaffenem Dauerarbeitsplatz bis zu 750.000 Euro und pro gesichertem Dauerarbeitsplatz bis zu 500.000 Euro förderfähigem Investitionsvolumen gefördert werden
  • Bei der sachkostenbezogenen Förderung werden Arbeitsplätze, die durch Leiharbeiter, durch Mitarbeiter mit Werkverträgen oder durch geringfügig Beschäftigte bis 450 Euro Monatseinkommen besetzt werden, bei der Bestimmung der förderfähigen Investitionskosten nicht berücksichtigt. Ein Ausbildungsplatz wird wie ein Dauerarbeitsplatz betrachtet.
  • Bei einer lohnkostenbezogenen Förderung ist eine Folgeförderung erst möglich, soweit die geförderten Arbeitsplätze der vorangegangenen Förderung vollständig besetzt sind.
  • Mindestens 25 % der förderfähigen Finanzierungskosten müssen beihilfefrei, z.B. durch Eigenmittel oder Hausbankdarlehen, erbracht werden. Bei Nichteinhaltung verringert sich der Zuschuss.

Die Förderung erfolgt im Rahmen der für Sachsen-Anhalt festgelegten Subventionswertobergrenzen. Weitere Subventionen für das Vorhaben (z. B. Inanspruchnahme öffentlicher Darlehen, Beteiligungen oder Bürgschaf-ten) werden angerechnet.

Sachkostenbezogene Förderung:

  • Der Basisfördersatz beträgt bis zum 31.12.2020
  • für Betriebsstätten von kleinen Unternehmen 25%
  • für Betriebsstätten von mittleren Unternehmen 15%
  • für sonstige Betriebsstätten 5%

des förderfähigen Investitionsvolumens.

Lohnkostenbezogene Förderung:

Der Basisfördersatz beträgt 10% der festgesetzten Lohnkosten.

Der Basisfördersatz kann im Rahmen eines Zuschlagssystems bei der sachkostenbezogenen Förderung sowie bei der lohnkostenbezogenen Förderung bis zu 5 % erhöht werden, wenn bestimmte Struktureffekte erfüllt wer-den.

Anträge sind bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt, Domplatz 12, 39104 Magdeburg (Bewilligungsstelle) einzureichen. Mit dem Vorhaben darf erst begonnen werden, wenn der Antrag bei der Investitionsbank Sach-sen-Anhalt eingegangen ist.


Bitte achten Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit beim Versenden von Dateien per E-Mail darauf, dass Sie diese verschlüsselt übermitteln. Hierzu können Sie die in Microsoft Office integrierte Verschlüsselung nutzen, die z. B. in Microsoft Excel unter „Datei – Arbeitsmappe schützen – Mit Kennwort verschlüsseln“ zur Verfügung steht. Alternativ können Sie eine Verschlüsselung auch in Form eines komprimierten Archivs vornehmen. Bitte achten Sie auf die Auswahl eines starken Verfahrens zur Verschlüsselung wie z. B. AES-256. Gebräuchliche Archivformate (z. B. ZIP) werden unterstützt. Zudem empfehlen wir die Auswahl eines zufälligen Passwortes mit einer Länge von mindestens 12 Zeichen und einer Kombination aus Großbuchstaben, Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen (z. B. !$%&). Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang, dass Sie uns Passwort und Dateien getrennt voneinander übermitteln.

GUT UNTERWEGS MIT KEKS.

Die Kekse von Wikana sind längst nicht mehr nur "Ostprodukte". Das Traditionsunternehmen liefert seine vielfältigen Backwaren mittlerweile in die ganze Welt. Jetzt entsteht sogar eine "Wikana Kekswelt" am Standort in der Lutherstadt Wittenberg.

Förderfakten

Auf dem Betriebsgelände entsteht die Wikana Kekswelt mit Schaubäckerei, Café, Werksmuseum und Werksverkauf. Darüber hinaus wurde die Produktion ausgebaut. Beide Investitionen werden durch Zuschüsse aus dem Programm Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) unterstützt.

Fördersumme

Gesamtinvestition 6,4 Mio. Euro
Zuschuss 1,7 Mio. Euro

Drinnen kneten große Maschinen hunderte Kilo Mürbeteig. Draußen trägt ein Abrissbagger das alte Heizhaus ab. Über allem liegt der Duft von frisch gebackenen Butterkeksen.
Es sind betriebsame Zeiten beim Backwarenhersteller Wikana in der Lutherstadt Wittenberg. Yvonne Böhm zeigt aus ihrem Bürofenster auf ein großes Klinkergebäude neben den Mauerfragmenten des Heizhauses. "Dort entsteht die Wikana Kekswelt", sagt die Geschäftsführerin.

"Wir haben unsere Tradition schon immer weitergedacht: Ökologischer Anbau, Regionalität, Fairtrade gehören schon lange zu uns wie die Produktinnovation. Jetzt ist es an der Zeit, Marke und Standort präsenter zu machen." Yvonne Böhm, Geschäftsführerin Wikana Keks

In dem denkmalgeschützten Gebäude, in das die Wikana Kekswelt einzieht, sind eine Schaubäckerei mit Verkostungsmöglichkeiten, ein Café, ein Werksverkauf und ein Wikana-Museum geplant. "Die Idee dafür hatten wir schon vor fünf Jahren. Aber an erster Stelle standen bisher Investitionen in die Produktionsmaschinen. Jetzt können wir uns endlich der Wikana Kekswelt widmen", sagt Jan Böhm, Ehemann und ebenfalls Geschäftsführer. Mit der Kekswelt soll die Marke Wikana bekannter gemacht sowie die Kundenbindung gestärkt werden.

"Das Potenzial dafür sehen wir in Reisegruppen und Schulklassen bis hin zu Firmenweihnachtsfeiern und Besuchern, die über den Elberadweg bei uns vorbeikommen. Anfragen erhielten wir in der Vergangenheit schon häufig, aber wir hatten dafür einfach nicht die räumlichen Möglichkeiten", erklärt Yvonne Böhm.

Die Wikana Kekswelt ist auch so etwas wie die Krone auf eine wechselvolle Firmengeschichte, die bis in das Jahr 1906 zurückgeht. Alles begann als "Kant Chokoladenfabrik AG" – damals kam noch der Rohstoff Kakao per Schiff auf der Elbe nach Wittenberg. Zu dieser Zeit war das Unternehmen auf Schokoladen- und Kakaoerzeugnisse spezialisiert.

Unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg stellte die Firma unter dem Namen "Kant" wieder Nahrungsmittel her: dringend benötigte Produkte wie Kunsthonig, Haferflocken, Kaffeeersatz und Nudeln. Erst Ende der 1940er Jahre konzentrierte sich die Produktion wieder auf Süßwaren: Bonbons, Fondants, Geleeerzeugnisse, Lakritzartikel und Schaumzuckerwaren.

In der Zeit der DDR war Wikana als volkseigener Betrieb der zweitgrößte Backwarenhersteller des Landes. Nach dem Ende der DDR brach der Absatz völlig zusammen, die Treuhandanstalt liquidierte das Unternehmen und entließ 450 Angestellte. Für ein halbes Jahr versuchte ein Unternehmer aus Westdeutschland die Firma als "Wikana Süß und Dauerbackwaren GmbH“ zu retten – ohne Erfolg. Zu diesem Zeitpunkt kommt Wolfgang Fischer ins Spiel, der Vater von Yvonne Böhm.

"Er wollte es einfach nicht wahrhaben, dass es die Wikana-Kekse nie wieder geben sollte. Schließlich kaufte er das Unternehmen 1992 aus der Liquidation und startete die Produktion im Einschichtbetrieb und mit zwölf Mitarbeitern", erinnert sich die Tochter. Es begann eine mühsame Aufbauarbeit. Es mussten neue Vertriebswege aufgetan sowie in moderne Produktions- und Verpackungsmaschinen investiert werden. Doch der Lohn dafür blieb nicht aus – die Keksproduktion erhöhte sich kontinuierlich. "Es hat zehn Jahre gedauert, bis Wikana über den Berg war. Nachdem das Unternehmen jahrelang in den roten Zahlen war, kam der Aufschwung erst mit der sogenannten Ostalgiewelle", erklärt Jan Böhm.

Es waren die "Klassiker" wie der Keks Othello, die Hansa-Kekse und die beliebten Nougat-Mürbchen, die Wikana bei den Kunden wieder ins Bewusstsein brachten.

Den steigenden Erfolg des Unternehmens beförderte zudem eine strategisch kluge Entscheidung. Bereits im Jahr 2001 steigt Wikana in die Produktion von Keksen aus ökologischem Anbau ein. Das Bio-Segment war damals noch eine kleine Nische, die das Unternehmen frühzeitig entdeckt und seitdem kontinuierlich ausgebaut hat.

"2008 sind wir noch einen Schritt weitergegangen und stellen seither Fairtrade-Gebäck her. Durch den fairen Handel werden die Arbeits- und Lebensbedingungen der Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika verbessert. Dieses Bewusstsein bekommt bei den Kunden einen immer höheren Stellenwert", so Geschäftsführerin Yvonne Böhm.

Das ökologische Profil schärfte Wikana, indem es der Umweltallianz Sachsen-Anhalt beitrat. Die Allianz basiert auf einer Vereinbarung zwischen der Landesregierung Sachsen-Anhalts und Unternehmen. Diese erbringen freiwillig Umweltschutzleistungen, die über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgehen. Für Wikana heißt das, Hauptrohstoffe möglichst aus der Region zu beziehen, um lange Transportwege zu vermeiden und dabei zugleich regionale Warenkreisläufe zu stärken. Die komplette Warmwasserversorgung kommt von einer Wärmerückgewinnungsanlage aus den Öfen. Zudem installierte man eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Produktionsgebäudes.

Das Engagement wurde gewürdigt, als der Ostdeutsche Sparkassenverband Wikana 2011 als Unternehmen des Jahres auszeichnete. Mit dem Unternehmenspreis ehrte die Jury die erfolgreiche Kombination aus Tradition und Innovation. Das Unternehmen schafft Arbeitsplätze und legt dabei besonderes Augenmerk auf den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen sowie auf regionales Engagement.

Gegenwärtig hat Wikana 130 Angestellte, die im Drei-Schicht-Betrieb im Jahr mehr als 5.000 Tonnen Kekse backen. Neben den eigenen Produkten fertigen die Wittenberger auch für Marken verschiedener Kooperationspartner, vor allem im Bio-Bereich. Dieses Segment macht mittlerweile die Hälfte des Umsatzes aus. Von der Ostalgiewelle ist Wikana längst nicht mehr abhängig. Die Backwaren aus der Lutherstadt werden in 17 Länder exportiert – neben Frankreich und den skandinavischen Ländern sogar bis nach Südkorea und Japan.

Nicht nur die Zahl der Beschäftigten, auch die Produktpalette ist in den vergangenen Jahren kräftig gewachsen. Fast 50 Artikel umfasst das aktuelle Sortiment. Insbesondere bei den Doppelkeksen mit Füllungen unterschiedlichster Geschmacksrichtungen hat Wikana einen Schwerpunkt. "Im vergangenen Jahr haben wir eine neue Doppelkeksanlage in Betrieb genommen, da die alte an ihre Kapazitätsgrenzen kam", so Jan Böhm.

Diese Produktionsstrecke für Sandwichkekse haben Land und Investitionsbank mit 969.000 Euro gefördert, wie auch den Ausbau der Wikana-Kekswelt mit 360.000 Euro. Die Backwaren aus Wittenberg sind zu einem wichtigen Botschafter Sachsen-Anhalts geworden. Da der Name Martin Luther und Wittenberg untrennbar verbunden sind, kommt der berühmte Reformator auch im Wikana-Sortiment vor. So gibt es einen runden Butterkeks, in den die Lutherrose geprägt ist, sowie das aus Nüssen, Honig und Mandeln gebackene Lutherbrodt. Anlässlich des 500. Reformationsjubiläums hat Wikana den "Wittenberg Keks" kreiert – mit den Motiven der Stadtkirche, der Schlosskirche, der Thesentür und Martin Luthers.

Das Sortiment an Keksen erweitert sich jährlich. Bis das neue Produkt im Laden steht, kann es bis zu zwei Jahre dauern. Vom Rezept, der Produktion bis hin zur Verpackung muss alles bedacht werden. "Unsere Zielgruppe ist die Familie. Analysen zeigen uns, dass hauptsächlich Mütter unsere Kekse kaufen und ihren Kindern geben. Und wem schon als Kind Wikana-Kekse schmecken, der isst sie auch als Erwachsener und kauft sie später vielleicht auch seinen Kindern", so Yvonne Böhm.

Und wenn erst einmal die Wikana Kekswelt eröffnet hat, dann erfahren Keks-Fans sogar etwas über die Rezepte und die wechselhafte und doch so erfolgreiche Unternehmensgeschichte.

Häufig gestellte Fragen zu den Landesregelungen 2017 des Förderprogramms Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) [gewerbliche Wirtschaft]

Grundsätzlich müssen die Struktureffekte spätestens mit Abschluss des Investitionsvorhabens erreicht werden, soweit nicht gesondert geregelt. Bei diesen Kriterien handelt es sich um zweckbindungsrelevante Tatbestände, die während des Zeitraums von 5 Jahren nach Beendigung des Investitionsvorhabens erfüllt sein müssen. Die Erfüllung der Struktureffekte wird mit dem Verwendungsnachweis und dem Zweckbindungsnachweis überprüft.

Es werden sowohl im Tarifregister eingetragene Tarifverträge als auch betriebsinterne Tarifregelungen (Firmen-, Unternehmens-, Haus- oder Werktarife) anerkannt. Für die Anerkennung des Struktureffekts ist ein Nachweis vorzulegen, z.B. eine Kopie des Tarifvertrages, eine Bestätigung des jeweils zuständigen Landes- bzw. Innungsverbandes über die Anwendung des Tarifvertrages im Unternehmen oder die Eintragung in das Tarifregister des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales bzw. des Ministeriums für Arbeit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt. Die Zahlung einer mindestens tarifgleichen Vergütung ist von einem berechtigten Prüfer (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer) zu bestätigen.

Bei Errichtungsvorhaben muss der Struktureffekt spätestens mit dem Investitionsende erreicht werden.

Der Zuschlag kann gewährt werden, wenn mit dem zu fördernden Investitionsvorhaben nachweislich spätestens 1 Jahr nach Abschluss oder Wirksamwerden des notariellen Vertrages zur Unternehmensübernahme begonnen wurde (vgl. Definition. „Beginn" gem. 1.3.1 (2) des Koordinierungsrahmens).

Insgesamt müssen einschließlich des Hauptsitzes mindestens zwei Betriebsstätten existieren. Am Hauptsitz muss sich die Hauptverwaltung des Unternehmens befinden.

Als Zertifikate werden ausschließlich „audit berufundfamilie", „total equality" und „familienfreundlicher Arbeitgeber" anerkannt.

Die Azubi-Stellen wurden geschaffen, so dass eine Besetzung nun verpflichtend ist. Der Unternehmer hat in diesem Fall den Nachweis seiner Bemühungen wie beispielsweise der regelmäßigen Kontaktaufnahme zur Agentur für Arbeit zu erbringen. Nach Prüfung kann auch der Zeitraum der Zweckbindung verlängert werden.

Ja.

Unter Ausländer werden Personen verstanden, die eine andere als die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen. Als Nachweis hierfür dient die Kopie des Passes/Ausweisdokumentes, der Aufenthaltsgenehmigung und der Arbeitserlaubnis. Personen mit doppelter Staatsbürgerschaft, d.h. einem Pass der BRD und einem Pass eines anderen Landes, gelten in diesem Sinne nicht als Ausländer.

Um der Umweltallianz als Unternehmen anzugehören, ist ein entsprechender Antrag beim Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt zu stellen. Weiterführende Informationen erhalten Sie hierzu auch beim Landesamt für Umweltschutz unter www.sachsen-anhalt.de.

Zur Beantragung des Struktureffektes ist mit dem GRW-Antrag der „Antrag auf Gewährung des Umweltbonus" einzureichen, der von der IB an das Landesamt für Umweltschutz weitergeleitet wird. Diesen Antrag finden Sie im Downloadbereich unter der Rubrik „zur Antragstellung".

Eine schriftliche Kooperationsvereinbarung ist vorzulegen. Im Rahmen der Verwendungs- nachweisprüfung ist die Erfüllung der ursprünglichen Festlegungen aus der Kooperationsvereinbarung nachzuweisen. Sofern die Kooperation, d. h. die Projektlaufzeit, innerhalb des Zweckbindungszeitraumes ausläuft, ist dies nicht förderschädlich.

Die Denkmalschutzauflagen, die die erhöhten Investitionsaufwendungen begründen, sind durch einen Bescheid bzw. Schreiben der zuständigen Behörde nachzuweisen.

Basis ist die Höhe der förderfähigen Investitionen.

Ist das Investitionsvolumen bei Antragstellung kleiner als 30.000 Euro, scheidet die Gewährung eines Investitionszuschusses aus. Sofern eine Unterschreitung erst zu einem späteren Zeitpunkt eintritt (Verwendungsnachweis/Prüfung der Zweckbindung), wird die weitere Vorgehensweise im Einzelfall geprüft.

Ja, aber ein Mindestbetrag i. H. v. 25 Prozent der beihilfefähigen Kosten (förderfähiges Investitionsvolumen) darf keine öffentliche Förderung, wie beispielsweise zinsverbilligte Kredite der KfW, enthalten.

Ja, es stehen Produkte zur KMU-Finanzierung bereit. Bitte lassen Sie sich hierzu vorab von unseren Experten über die kostenfreie Hotline 0800 56 007 57 beraten.

Ja, das Produkt Sachsen-Anhalt IMPULS sieht die Möglichkeit der Zwischenfinanzierung entsprechend den Vergabegrundsätzen vor.

Ja, die in den Finanzierungen mit öffentlichen Förderungen enthaltenen Subventionswerte werden vom Investitionszuschuss in Abzug gebracht. Bitte lassen Sie sich hierzu vorab von unseren Experten beraten.

Grundlage für die Ermittlung des Leiharbeiteranteils ist die Anzahl der mit Bewilligung vorhandenen Dauerarbeitsplätze (DAP) und Leiharbeiter. Die jeweilige Obergrenze von 10 bzw. 20 Prozent ist während des Zweckbindungszeitraums ebenfalls maßgeblich. Abweichungen sind jährlich in einem Zeitraum von bis zu drei Monaten möglich.

Ja. Saisonarbeitsplätze finden mit ihrer jahresdurchschnittlichen tariflichen oder betriebsüblichen Arbeitszeit als DAP Berücksichtigung, wenn sie nach Art der Betriebsstätte während der Saisonzeit angeboten und besetzt werden.

Die Förderung von gebrauchten Wirtschaftsgütern ist ausgeschlossen. Dadurch scheidet die Gewährung eines Investitionszuschusses für stillgelegte bzw. von Stilllegung bedrohte Betriebsstätten aus. Neuinvestitionen sind jedoch förderfähig.

Ja, ausgeschlossen ist Recycling im Sinne reiner Volumenreduktion bzw. Zerkleinern und Sortieren. Findet dagegen einWertschöpfungsprozess statt, bei dem mittels chemisch- physikalischer Prozesse neue höherwertige Endprodukte mit neuen chemisch-physikalischen Eigenschaften entstehen, und der überwiegende Umsatz wird aus dem Verkauf dieser höherwertigen Produkten erzielt, kann das Vorhaben nach wie vor förderfähig sein.

In die Bemessungsgrundlage sind die Bruttolohnkosten in einer Bandbreite von mindestens 36.000 Euro bis max. 70.000 Euro zuzüglich Arbeitgeberanteil an den gesetzlichen Sozialausgaben einbezogen. Auszugehen ist dabei von einer 40-Stunden-Woche. Die Bezuschussung der neuen DAP kann für max. 24 Monate innerhalb des max. Investitionszeitraumes von 36 Monaten erfolgen.

Nein. Eigenleistungen sind in der Gesamtheit (sowohl Personal- als auch Materialkosten) nicht förderfähig.

Es sind nur nachträgliche Anschaffungs- und Herstellungskosten für betriebsnotwendige bauliche Investitionen förderfähig.

Nein. Energieerzeugungsanlagen jeglicher Art sind von der Förderung ausgeschlossen.

Grundsätzlich muss der überwiegende Umsatz des geförderten Unternehmens auch während der Frist der Zweckbindung auf einem förderfähigen Unternehmensgegenstand beruhen. Liegt während des Zweckbindungszeitraums diese Voraussetzung nicht vor, ist im Rahmen einer Prüfung über das weitere Vorgehen, ggf. die Umsetzung eines Teil- oder Gesamtwiderrufes, zu entscheiden.

Nach Prüfung ist in begründeten Einzelfällen eine Verlängerung der Zweckbindung um max. 3 Jahre möglich. Der Zweckbindungszeitraum kann von 5 auf max. 8 Jahre verlängert werden. Andernfalls erfolgt im Falle fehlender Umsetzung ein Teil- oder Gesamtwiderruf mit möglicher Stundung.

Grundsätzlich ist die mit der Arbeitsagentur abgestimmte und genehmigte Kurzarbeit nicht förderschädlich, da die Arbeitnehmer vertraglich gebunden bleiben. Die betroffenen DAP gelten folglich als besetzt.

In Frage kommen vor allem ein Schuldbeitritt der Gesellschafter, aber auch Grundschulden und Sicherungsübereignungen. Es wird in jedem Einzelfall während der Antragsbearbeitung geprüft, ob und welche Sicherheit zu stellen ist.

In diesen Fällen sind jeweils Organträger und Organgesellschaft bzw. Besitz- und Betriebsgesellschaft gemeinschaftliche Antragsteller und Zuwendungsempfänger.

Häufig gestellte Fragen zum Auszahlungsantrag (Sachkostenzuschuss) des Förderprogramms Gemeinschaftsausfgabe zur "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW - gewerblich)

Folgende Voraussetzungen müssen bei der Beantragung einer Auszahlung beachtet werden:

  • Der Zuwendungs- bzw. Änderungsbescheid erlangt erst 4 Wochen nach Posteingang Bestandskraft.
  • Diesen Zeitraum können Sie verkürzen, indem Sie uns den Rechtsbehelfsverzicht (Anlage zum Bescheid) unterschrieben zukommen lassen. Bitte beachten Sie die Rechtsbehelfsbelehrung im Zuwendungs- bzw. Änderungsbescheid.
  • Alle auszahlungsrelevanten Nebenbestimmungen müssen erfüllt sein. Hierzu beachten Sie bitte die Regelungen des Zuwendungsbescheides unter "Besondere Auszahlungsvoraussetzungen" und "Weitere Nebenbestimmungen".
  • Es sind förderfähige Investitionskosten gemäß Zuwendungsbescheid realisiert und bezahlt worden.

Um eine Auszahlung zu beantragen, muss das Formblatt "Auszahlungsantrag Sachkostenzuschuss" und die dazugehörige Anlage 1 "Zahlenmäßiger Nachweis" ausgefüllt werden. Diese Formblätter stehen Ihnen im Downloadbereich zur Verfügung.

Der ausgefüllte und unterschriebene Auszahlungsantrag und die Anlage 1 "Zahlenmäßiger Nachweis" sind zusammen mit den dazugehörigen Originalrechnungen und originalen Zahlungsnachweisen (Kontoauszüge, siehe auch Ziffer 4.) einzureichen. Die Gleichwertigkeit von anderen als Originalbelegen haben Sie zu beweisen.

Für die Prüfung des Auszahlungsantrags ist es unabdingbar, dass Sie die einzelnen Belege (Rechnungen und Kontoauszüge) eindeutig den Positionen auf der Anlage 1 "Zahlenmäßiger Nachweis" zuordnen. Bitte sortieren Sie die Belege und nummerieren Sie diese entsprechend.

Die abgerechneten Ausgaben müssen dem Investitionsplan bzw. der uns vorliegenden Investitionsgüterliste zuzuordnen sein. Bitte beachten Sie die zusätzlich die „Hinweise zum Ausfüllen von Auszahlungsanträgen für die Fördermittel der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (Ausfüllhilfe)" auf unserer Homepage.

Es können alle Investitionsausgaben abgerechnet werden, die zum geförderten Investitionsvorhaben gehören. Das Investitionsvorhaben ist im Zuwendungsbescheid entsprechend Ihres "Antrags auf Gewährung öffentlicher Finanzierungshilfen an die gewerbliche Wirtschaft im Rahmen der regionalen Wirtschaftsförderung" definiert. Es können grundsätzlich nur in der Bilanz aktivierungspflichtige Ausgaben bezuschusst werden, die zum Investitionsvorhaben gehören und förderfähig sind.

Wenn Ausgaben mit einer Sammelüberweisung ("Sammler") bezahlt wurden, reichen Sie bitte den originalen Kontoauszug sowie zusätzlich den Sammler in Kopie ein. Es müssen der Überweisungsbetrag insgesamt sowie die in der Anlage 1 "Zahlenmäßiger Nachweis" abgerechnete Einzelposition ersichtlich sein. Nicht für den Auszahlungsantrag relevante Kontobewegungen können auf diesem Sammler unkenntlich gemacht werden.

Nach Eingang Ihres Auszahlungsantrags prüfen wir, ob der Auszahlungsantrag und die Anlage 1 "Zahlenmäßiger Nachweis" vollständig ausgefüllt wurden und ob alle erforderlichen Originalbelege vorliegen. Sofern Angaben und / oder Unterlagen fehlen, informieren wir Sie und fordern diese nach.

Ihr Auszahlungsantrag wird entsprechend des Eingangsdatums bei der IB bearbeitet. Zwischen der ersten Sichtung auf Vollständigkeit und der Detailprüfung können je nach Anzahl der bei uns vorliegenden Auszahlungsanträge einige Tage oder auch Wochen liegen. Ergeben sich innerhalb der Detailprüfung Rückfragen, nimmt der zuständige Sachbearbeiter Kontakt mit Ihnen auf. Am schnellsten können wir Ihren Auszahlungsantrag prüfen, wenn alle Unterlagen vorliegen, die formalen Erfordernisse erfüllt und die einzelnen Belege den Positionen des zahlenmäßigen Nachweises zuzuordnen sind (siehe auch Ziffern 1 und 2).

Wenn die Prüfung Ihres Auszahlungsantrags nicht möglich ist, z.B. weil keine eindeutige Zuordnung der Belege zu den Positionen der Anlage 1 "Zahlenmäßiger Nachweis" erfolgte oder auszahlungsrelevante Nebenbestimmungen offen sind bzw. noch nicht erfüllt sind, schicken wir Ihnen den Auszahlungsantrag zurück.

Sofern einzelne Ausgabenpositionen im Rahmen des gestellten Auszahlungsantrags nicht anerkannt werden, vermerken wir dies auf der Anlage "Ausschlussgründe Auszahlungsantrag", die wir Ihnen im Rahmen der Rücksendung Ihrer Belege beilegen.

Sie haben die Möglichkeit, die entsprechenden Ausgabenpositionen mit dem nächsten Auszahlungsantrag mit Erläuterungen und/oder zusätzlichen Unterlagen nochmals einzureichen. Bitte reichen Sie die Unterlagen/Erläuterungen zu vormals gestrichenen Ausgabenpositionen nicht ohne neuen Auszahlungsantrag einschl. der Rechnungen und Zahlungsnachweise ein. Es erfolgt keine Nachzahlung ohne Auszahlungsantrag!

Grundsätzlich stehen im Zuwendungsbescheid festgeschriebene Zeitpunkte (siehe Zuwendungsbescheid Ziffer VIII., 2. Mittelabruf). Alle Mittel, die Ihnen laut Zuwendungsbescheid in einem Haushaltsjahr zur Verfügung gestellt wurden, müssen bis spätestens zum 31.12. des jeweiligen Jahres abgerufen werden.

Mittel, die nicht fristgemäß angefordert oder in das nächste Haushaltsjahr übertragen wurden, verfallen. Bitte beachten Sie dazu die Festlegungen in Ihrem Zuwendungsbescheid unter Ziffer VIII., 2. Mittelabruf.

Unabhängig davon empfehlen wir, kontinuierlich, entsprechend des Investitionsfortschritts, Auszahlungsanträge einzureichen.

Wenn Ihnen gemäß Zuwendungsbescheid im aktuellen Haushaltsjahr keine Mittel mehr zur Verfügung stehen, der Investitionsfortschritt jedoch einen weiteren Auszahlungsantrag rechtfertigt, können Sie einen ent-sprechenden Auszahlungsantrag stellen. Voraussetzung hierfür ist, dass im Folgejahr Zuschussmittel für Sie eingeplant sind (beachten Sie dazu die Festlegungen im Zuwendungsbescheid, Ziffer VIII., 1. Auszahlung).

ÜBERSICHT

Wer wird gefördert?

  • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft

Was wird gefördert?

  • Förderfähige Sachanlageinvestitionen im Zusammenhang mit der Schaffung/Sicherung von Dauerarbeitsplätzen für eine Vorhabenslaufzeit von maximal drei Jahren.

  • Alternativ unter bestimmten Voraussetzungen Lohnkosten für neu geschaffene Dauerarbeitsplätze während eines Zeitraumes von zwei Jahren (im Bereich der Bruttolohnkosten von mindestens 36.000 Euro bis höchstens 70.000 Euro je Dauerarbeitsplatz pro Jahr zuzüglich Arbeitgeberanteil an den gesetzlichen Sozialabgaben).

Ihre Vorteile

  • Sachkostenbezogene Förderung:

    Der Basisfördersatz beträgt für
        -  Betriebsstätten von kleinen Unternehmen 25 % 
        -  Betriebsstätten von mittleren Unternehmen 15 %
        -  sonstige Betriebsstätten 5 % 
    des förderfähigen Investitionsvolumens
  • Lohnkostenbezogene Förderung:
    Der Fördersatz beträgt 10 % der festgesetzten Lohnkosten
  • Der Basisfördersatz kann im Rahmen eines Zuschlagssystems um bis zu 5 % erhöht werden, wenn bestimmte Struktureffekte erfüllt werden
  • Darlehen bis zur vollen Höhe des Finanzierungsbedarfs (min. 25.000 Euro, max. 1,5 Mio. Euro)

Was Sie beachten sollten

  • Mit dem Vorhaben darf erst begonnen werden, wenn der Antrag bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt eingegangen ist
  • Bitte beachten Sie die Richtlinie und das Merkblatt
SO FUNKTIONIERT’S

GEMEINSCHAFTSAUFGABE "VERBESSERUNG DER REGIONALEN WIRTSCHAFTSSTRUKTUR" (GRW)

Koordinierungsrahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" in seiner jeweils gültigen Fassung in Verbindung mit den erlassenen Landesregelungen.

  • förderfähige Sachanlageinvestitionen im Zusammenhang mit der Schaffung/Sicherung von Dauerarbeits-plätzen für eine Vorhabenslaufzeit von maximal drei Jahren
  • alternativ unter bestimmten Voraussetzungen Lohnkosten für Arbeitsplätze während eines Zeitraumes von zwei Jahren (im Bereich der Bruttolohnkosten von mindestens 36.000 Euro bis höchstens 70.000 Euro je Dauerarbeitsplatz pro Jahr zuzüglich Arbeitgeberanteil an den gesetzlichen Sozialabgaben)
  • Betriebsstätten (selbständig oder unselbständig) der gewerblichen Wirtschaft im Land Sachsen-Anhalt mit überwiegender Geschäftstätigkeit gemäß den in der Positivliste aufgeführten Gütern oder Leistungen bzw. mit überwiegend überregionalem Absatz (mehr als 50 % des Umsatzes erfolgt durch einen Absatz außerhalb eines Radius von 50 km vom Sitz der Betriebsstätte), die gem. den erlassenen Landesregelungen förderfähig sind.
  • Eine Förderung im Tourismusbereich kommt nur in Betracht, wenn das Vorhaben im besonderen Landesin-teresse steht und mit den Vorhaben grundsätzlich die Herstellung der Barrierefreiheit im touristischen Angebot unterstützt wird. Zur Überprüfung des Landesinteresses ist die Einreichung eines touristischen Konzepts erforderlich, aus dem die überregionale Bedeutung des Vorhabens hervorgeht.
  • Schaffung/Sicherung von Dauerarbeitsplätzen bei Vorhaben mit einem förderfähigen Mindestinvestitionsvolumen von 30.000 Euro
  • Dabei können pro geschaffenem Dauerarbeitsplatz bis zu 750.000 Euro und pro gesichertem Dauerarbeitsplatz bis zu 500.000 Euro förderfähigem Investitionsvolumen gefördert werden
  • Bei der sachkostenbezogenen Förderung werden Arbeitsplätze, die durch Leiharbeiter, durch Mitarbeiter mit Werkverträgen oder durch geringfügig Beschäftigte bis 450 Euro Monatseinkommen besetzt werden, bei der Bestimmung der förderfähigen Investitionskosten nicht berücksichtigt. Ein Ausbildungsplatz wird wie ein Dauerarbeitsplatz betrachtet.
  • Bei einer lohnkostenbezogenen Förderung ist eine Folgeförderung erst möglich, soweit die geförderten Arbeitsplätze der vorangegangenen Förderung vollständig besetzt sind.
  • Mindestens 25 % der förderfähigen Finanzierungskosten müssen beihilfefrei, z.B. durch Eigenmittel oder Hausbankdarlehen, erbracht werden. Bei Nichteinhaltung verringert sich der Zuschuss.

Die Förderung erfolgt im Rahmen der für Sachsen-Anhalt festgelegten Subventionswertobergrenzen. Weitere Subventionen für das Vorhaben (z. B. Inanspruchnahme öffentlicher Darlehen, Beteiligungen oder Bürgschaf-ten) werden angerechnet.

Sachkostenbezogene Förderung:

  • Der Basisfördersatz beträgt bis zum 31.12.2020
  • für Betriebsstätten von kleinen Unternehmen 25%
  • für Betriebsstätten von mittleren Unternehmen 15%
  • für sonstige Betriebsstätten 5%

des förderfähigen Investitionsvolumens.

Lohnkostenbezogene Förderung:

Der Basisfördersatz beträgt 10% der festgesetzten Lohnkosten.

Der Basisfördersatz kann im Rahmen eines Zuschlagssystems bei der sachkostenbezogenen Förderung sowie bei der lohnkostenbezogenen Förderung bis zu 5 % erhöht werden, wenn bestimmte Struktureffekte erfüllt wer-den.

Anträge sind bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt, Domplatz 12, 39104 Magdeburg (Bewilligungsstelle) einzureichen. Mit dem Vorhaben darf erst begonnen werden, wenn der Antrag bei der Investitionsbank Sach-sen-Anhalt eingegangen ist.

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Bitte achten Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit beim Versenden von Dateien per E-Mail darauf, dass Sie diese verschlüsselt übermitteln. Hierzu können Sie die in Microsoft Office integrierte Verschlüsselung nutzen, die z. B. in Microsoft Excel unter „Datei – Arbeitsmappe schützen – Mit Kennwort verschlüsseln“ zur Verfügung steht. Alternativ können Sie eine Verschlüsselung auch in Form eines komprimierten Archivs vornehmen. Bitte achten Sie auf die Auswahl eines starken Verfahrens zur Verschlüsselung wie z. B. AES-256. Gebräuchliche Archivformate (z. B. ZIP) werden unterstützt. Zudem empfehlen wir die Auswahl eines zufälligen Passwortes mit einer Länge von mindestens 12 Zeichen und einer Kombination aus Großbuchstaben, Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen (z. B. !$%&). Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang, dass Sie uns Passwort und Dateien getrennt voneinander übermitteln.

ERFOLGSGESCHICHTEN

GUT UNTERWEGS MIT KEKS.

Die Kekse von Wikana sind längst nicht mehr nur "Ostprodukte". Das Traditionsunternehmen liefert seine vielfältigen Backwaren mittlerweile in die ganze Welt. Jetzt entsteht sogar eine "Wikana Kekswelt" am Standort in der Lutherstadt Wittenberg.

Förderfakten

Auf dem Betriebsgelände entsteht die Wikana Kekswelt mit Schaubäckerei, Café, Werksmuseum und Werksverkauf. Darüber hinaus wurde die Produktion ausgebaut. Beide Investitionen werden durch Zuschüsse aus dem Programm Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) unterstützt.

Fördersumme

Gesamtinvestition 6,4 Mio. Euro
Zuschuss 1,7 Mio. Euro

Drinnen kneten große Maschinen hunderte Kilo Mürbeteig. Draußen trägt ein Abrissbagger das alte Heizhaus ab. Über allem liegt der Duft von frisch gebackenen Butterkeksen.
Es sind betriebsame Zeiten beim Backwarenhersteller Wikana in der Lutherstadt Wittenberg. Yvonne Böhm zeigt aus ihrem Bürofenster auf ein großes Klinkergebäude neben den Mauerfragmenten des Heizhauses. "Dort entsteht die Wikana Kekswelt", sagt die Geschäftsführerin.

"Wir haben unsere Tradition schon immer weitergedacht: Ökologischer Anbau, Regionalität, Fairtrade gehören schon lange zu uns wie die Produktinnovation. Jetzt ist es an der Zeit, Marke und Standort präsenter zu machen." Yvonne Böhm, Geschäftsführerin Wikana Keks

In dem denkmalgeschützten Gebäude, in das die Wikana Kekswelt einzieht, sind eine Schaubäckerei mit Verkostungsmöglichkeiten, ein Café, ein Werksverkauf und ein Wikana-Museum geplant. "Die Idee dafür hatten wir schon vor fünf Jahren. Aber an erster Stelle standen bisher Investitionen in die Produktionsmaschinen. Jetzt können wir uns endlich der Wikana Kekswelt widmen", sagt Jan Böhm, Ehemann und ebenfalls Geschäftsführer. Mit der Kekswelt soll die Marke Wikana bekannter gemacht sowie die Kundenbindung gestärkt werden.

"Das Potenzial dafür sehen wir in Reisegruppen und Schulklassen bis hin zu Firmenweihnachtsfeiern und Besuchern, die über den Elberadweg bei uns vorbeikommen. Anfragen erhielten wir in der Vergangenheit schon häufig, aber wir hatten dafür einfach nicht die räumlichen Möglichkeiten", erklärt Yvonne Böhm.

Die Wikana Kekswelt ist auch so etwas wie die Krone auf eine wechselvolle Firmengeschichte, die bis in das Jahr 1906 zurückgeht. Alles begann als "Kant Chokoladenfabrik AG" – damals kam noch der Rohstoff Kakao per Schiff auf der Elbe nach Wittenberg. Zu dieser Zeit war das Unternehmen auf Schokoladen- und Kakaoerzeugnisse spezialisiert.

Unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg stellte die Firma unter dem Namen "Kant" wieder Nahrungsmittel her: dringend benötigte Produkte wie Kunsthonig, Haferflocken, Kaffeeersatz und Nudeln. Erst Ende der 1940er Jahre konzentrierte sich die Produktion wieder auf Süßwaren: Bonbons, Fondants, Geleeerzeugnisse, Lakritzartikel und Schaumzuckerwaren.

In der Zeit der DDR war Wikana als volkseigener Betrieb der zweitgrößte Backwarenhersteller des Landes. Nach dem Ende der DDR brach der Absatz völlig zusammen, die Treuhandanstalt liquidierte das Unternehmen und entließ 450 Angestellte. Für ein halbes Jahr versuchte ein Unternehmer aus Westdeutschland die Firma als "Wikana Süß und Dauerbackwaren GmbH“ zu retten – ohne Erfolg. Zu diesem Zeitpunkt kommt Wolfgang Fischer ins Spiel, der Vater von Yvonne Böhm.

"Er wollte es einfach nicht wahrhaben, dass es die Wikana-Kekse nie wieder geben sollte. Schließlich kaufte er das Unternehmen 1992 aus der Liquidation und startete die Produktion im Einschichtbetrieb und mit zwölf Mitarbeitern", erinnert sich die Tochter. Es begann eine mühsame Aufbauarbeit. Es mussten neue Vertriebswege aufgetan sowie in moderne Produktions- und Verpackungsmaschinen investiert werden. Doch der Lohn dafür blieb nicht aus – die Keksproduktion erhöhte sich kontinuierlich. "Es hat zehn Jahre gedauert, bis Wikana über den Berg war. Nachdem das Unternehmen jahrelang in den roten Zahlen war, kam der Aufschwung erst mit der sogenannten Ostalgiewelle", erklärt Jan Böhm.

Es waren die "Klassiker" wie der Keks Othello, die Hansa-Kekse und die beliebten Nougat-Mürbchen, die Wikana bei den Kunden wieder ins Bewusstsein brachten.

Den steigenden Erfolg des Unternehmens beförderte zudem eine strategisch kluge Entscheidung. Bereits im Jahr 2001 steigt Wikana in die Produktion von Keksen aus ökologischem Anbau ein. Das Bio-Segment war damals noch eine kleine Nische, die das Unternehmen frühzeitig entdeckt und seitdem kontinuierlich ausgebaut hat.

"2008 sind wir noch einen Schritt weitergegangen und stellen seither Fairtrade-Gebäck her. Durch den fairen Handel werden die Arbeits- und Lebensbedingungen der Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika verbessert. Dieses Bewusstsein bekommt bei den Kunden einen immer höheren Stellenwert", so Geschäftsführerin Yvonne Böhm.

Das ökologische Profil schärfte Wikana, indem es der Umweltallianz Sachsen-Anhalt beitrat. Die Allianz basiert auf einer Vereinbarung zwischen der Landesregierung Sachsen-Anhalts und Unternehmen. Diese erbringen freiwillig Umweltschutzleistungen, die über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgehen. Für Wikana heißt das, Hauptrohstoffe möglichst aus der Region zu beziehen, um lange Transportwege zu vermeiden und dabei zugleich regionale Warenkreisläufe zu stärken. Die komplette Warmwasserversorgung kommt von einer Wärmerückgewinnungsanlage aus den Öfen. Zudem installierte man eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Produktionsgebäudes.

Das Engagement wurde gewürdigt, als der Ostdeutsche Sparkassenverband Wikana 2011 als Unternehmen des Jahres auszeichnete. Mit dem Unternehmenspreis ehrte die Jury die erfolgreiche Kombination aus Tradition und Innovation. Das Unternehmen schafft Arbeitsplätze und legt dabei besonderes Augenmerk auf den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen sowie auf regionales Engagement.

Gegenwärtig hat Wikana 130 Angestellte, die im Drei-Schicht-Betrieb im Jahr mehr als 5.000 Tonnen Kekse backen. Neben den eigenen Produkten fertigen die Wittenberger auch für Marken verschiedener Kooperationspartner, vor allem im Bio-Bereich. Dieses Segment macht mittlerweile die Hälfte des Umsatzes aus. Von der Ostalgiewelle ist Wikana längst nicht mehr abhängig. Die Backwaren aus der Lutherstadt werden in 17 Länder exportiert – neben Frankreich und den skandinavischen Ländern sogar bis nach Südkorea und Japan.

Nicht nur die Zahl der Beschäftigten, auch die Produktpalette ist in den vergangenen Jahren kräftig gewachsen. Fast 50 Artikel umfasst das aktuelle Sortiment. Insbesondere bei den Doppelkeksen mit Füllungen unterschiedlichster Geschmacksrichtungen hat Wikana einen Schwerpunkt. "Im vergangenen Jahr haben wir eine neue Doppelkeksanlage in Betrieb genommen, da die alte an ihre Kapazitätsgrenzen kam", so Jan Böhm.

Diese Produktionsstrecke für Sandwichkekse haben Land und Investitionsbank mit 969.000 Euro gefördert, wie auch den Ausbau der Wikana-Kekswelt mit 360.000 Euro. Die Backwaren aus Wittenberg sind zu einem wichtigen Botschafter Sachsen-Anhalts geworden. Da der Name Martin Luther und Wittenberg untrennbar verbunden sind, kommt der berühmte Reformator auch im Wikana-Sortiment vor. So gibt es einen runden Butterkeks, in den die Lutherrose geprägt ist, sowie das aus Nüssen, Honig und Mandeln gebackene Lutherbrodt. Anlässlich des 500. Reformationsjubiläums hat Wikana den "Wittenberg Keks" kreiert – mit den Motiven der Stadtkirche, der Schlosskirche, der Thesentür und Martin Luthers.

Das Sortiment an Keksen erweitert sich jährlich. Bis das neue Produkt im Laden steht, kann es bis zu zwei Jahre dauern. Vom Rezept, der Produktion bis hin zur Verpackung muss alles bedacht werden. "Unsere Zielgruppe ist die Familie. Analysen zeigen uns, dass hauptsächlich Mütter unsere Kekse kaufen und ihren Kindern geben. Und wem schon als Kind Wikana-Kekse schmecken, der isst sie auch als Erwachsener und kauft sie später vielleicht auch seinen Kindern", so Yvonne Böhm.

Und wenn erst einmal die Wikana Kekswelt eröffnet hat, dann erfahren Keks-Fans sogar etwas über die Rezepte und die wechselhafte und doch so erfolgreiche Unternehmensgeschichte.

FAQ

Häufig gestellte Fragen zu den Landesregelungen 2017 des Förderprogramms Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) [gewerbliche Wirtschaft]

Grundsätzlich müssen die Struktureffekte spätestens mit Abschluss des Investitionsvorhabens erreicht werden, soweit nicht gesondert geregelt. Bei diesen Kriterien handelt es sich um zweckbindungsrelevante Tatbestände, die während des Zeitraums von 5 Jahren nach Beendigung des Investitionsvorhabens erfüllt sein müssen. Die Erfüllung der Struktureffekte wird mit dem Verwendungsnachweis und dem Zweckbindungsnachweis überprüft.

Es werden sowohl im Tarifregister eingetragene Tarifverträge als auch betriebsinterne Tarifregelungen (Firmen-, Unternehmens-, Haus- oder Werktarife) anerkannt. Für die Anerkennung des Struktureffekts ist ein Nachweis vorzulegen, z.B. eine Kopie des Tarifvertrages, eine Bestätigung des jeweils zuständigen Landes- bzw. Innungsverbandes über die Anwendung des Tarifvertrages im Unternehmen oder die Eintragung in das Tarifregister des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales bzw. des Ministeriums für Arbeit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt. Die Zahlung einer mindestens tarifgleichen Vergütung ist von einem berechtigten Prüfer (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer) zu bestätigen.

Bei Errichtungsvorhaben muss der Struktureffekt spätestens mit dem Investitionsende erreicht werden.

Der Zuschlag kann gewährt werden, wenn mit dem zu fördernden Investitionsvorhaben nachweislich spätestens 1 Jahr nach Abschluss oder Wirksamwerden des notariellen Vertrages zur Unternehmensübernahme begonnen wurde (vgl. Definition. „Beginn" gem. 1.3.1 (2) des Koordinierungsrahmens).

Insgesamt müssen einschließlich des Hauptsitzes mindestens zwei Betriebsstätten existieren. Am Hauptsitz muss sich die Hauptverwaltung des Unternehmens befinden.

Als Zertifikate werden ausschließlich „audit berufundfamilie", „total equality" und „familienfreundlicher Arbeitgeber" anerkannt.

Die Azubi-Stellen wurden geschaffen, so dass eine Besetzung nun verpflichtend ist. Der Unternehmer hat in diesem Fall den Nachweis seiner Bemühungen wie beispielsweise der regelmäßigen Kontaktaufnahme zur Agentur für Arbeit zu erbringen. Nach Prüfung kann auch der Zeitraum der Zweckbindung verlängert werden.

Ja.

Unter Ausländer werden Personen verstanden, die eine andere als die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen. Als Nachweis hierfür dient die Kopie des Passes/Ausweisdokumentes, der Aufenthaltsgenehmigung und der Arbeitserlaubnis. Personen mit doppelter Staatsbürgerschaft, d.h. einem Pass der BRD und einem Pass eines anderen Landes, gelten in diesem Sinne nicht als Ausländer.

Um der Umweltallianz als Unternehmen anzugehören, ist ein entsprechender Antrag beim Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt zu stellen. Weiterführende Informationen erhalten Sie hierzu auch beim Landesamt für Umweltschutz unter www.sachsen-anhalt.de.

Zur Beantragung des Struktureffektes ist mit dem GRW-Antrag der „Antrag auf Gewährung des Umweltbonus" einzureichen, der von der IB an das Landesamt für Umweltschutz weitergeleitet wird. Diesen Antrag finden Sie im Downloadbereich unter der Rubrik „zur Antragstellung".

Eine schriftliche Kooperationsvereinbarung ist vorzulegen. Im Rahmen der Verwendungs- nachweisprüfung ist die Erfüllung der ursprünglichen Festlegungen aus der Kooperationsvereinbarung nachzuweisen. Sofern die Kooperation, d. h. die Projektlaufzeit, innerhalb des Zweckbindungszeitraumes ausläuft, ist dies nicht förderschädlich.

Die Denkmalschutzauflagen, die die erhöhten Investitionsaufwendungen begründen, sind durch einen Bescheid bzw. Schreiben der zuständigen Behörde nachzuweisen.

Basis ist die Höhe der förderfähigen Investitionen.

Ist das Investitionsvolumen bei Antragstellung kleiner als 30.000 Euro, scheidet die Gewährung eines Investitionszuschusses aus. Sofern eine Unterschreitung erst zu einem späteren Zeitpunkt eintritt (Verwendungsnachweis/Prüfung der Zweckbindung), wird die weitere Vorgehensweise im Einzelfall geprüft.

Ja, aber ein Mindestbetrag i. H. v. 25 Prozent der beihilfefähigen Kosten (förderfähiges Investitionsvolumen) darf keine öffentliche Förderung, wie beispielsweise zinsverbilligte Kredite der KfW, enthalten.

Ja, es stehen Produkte zur KMU-Finanzierung bereit. Bitte lassen Sie sich hierzu vorab von unseren Experten über die kostenfreie Hotline 0800 56 007 57 beraten.

Ja, das Produkt Sachsen-Anhalt IMPULS sieht die Möglichkeit der Zwischenfinanzierung entsprechend den Vergabegrundsätzen vor.

Ja, die in den Finanzierungen mit öffentlichen Förderungen enthaltenen Subventionswerte werden vom Investitionszuschuss in Abzug gebracht. Bitte lassen Sie sich hierzu vorab von unseren Experten beraten.

Grundlage für die Ermittlung des Leiharbeiteranteils ist die Anzahl der mit Bewilligung vorhandenen Dauerarbeitsplätze (DAP) und Leiharbeiter. Die jeweilige Obergrenze von 10 bzw. 20 Prozent ist während des Zweckbindungszeitraums ebenfalls maßgeblich. Abweichungen sind jährlich in einem Zeitraum von bis zu drei Monaten möglich.

Ja. Saisonarbeitsplätze finden mit ihrer jahresdurchschnittlichen tariflichen oder betriebsüblichen Arbeitszeit als DAP Berücksichtigung, wenn sie nach Art der Betriebsstätte während der Saisonzeit angeboten und besetzt werden.

Die Förderung von gebrauchten Wirtschaftsgütern ist ausgeschlossen. Dadurch scheidet die Gewährung eines Investitionszuschusses für stillgelegte bzw. von Stilllegung bedrohte Betriebsstätten aus. Neuinvestitionen sind jedoch förderfähig.

Ja, ausgeschlossen ist Recycling im Sinne reiner Volumenreduktion bzw. Zerkleinern und Sortieren. Findet dagegen einWertschöpfungsprozess statt, bei dem mittels chemisch- physikalischer Prozesse neue höherwertige Endprodukte mit neuen chemisch-physikalischen Eigenschaften entstehen, und der überwiegende Umsatz wird aus dem Verkauf dieser höherwertigen Produkten erzielt, kann das Vorhaben nach wie vor förderfähig sein.

In die Bemessungsgrundlage sind die Bruttolohnkosten in einer Bandbreite von mindestens 36.000 Euro bis max. 70.000 Euro zuzüglich Arbeitgeberanteil an den gesetzlichen Sozialausgaben einbezogen. Auszugehen ist dabei von einer 40-Stunden-Woche. Die Bezuschussung der neuen DAP kann für max. 24 Monate innerhalb des max. Investitionszeitraumes von 36 Monaten erfolgen.

Nein. Eigenleistungen sind in der Gesamtheit (sowohl Personal- als auch Materialkosten) nicht förderfähig.

Es sind nur nachträgliche Anschaffungs- und Herstellungskosten für betriebsnotwendige bauliche Investitionen förderfähig.

Nein. Energieerzeugungsanlagen jeglicher Art sind von der Förderung ausgeschlossen.

Grundsätzlich muss der überwiegende Umsatz des geförderten Unternehmens auch während der Frist der Zweckbindung auf einem förderfähigen Unternehmensgegenstand beruhen. Liegt während des Zweckbindungszeitraums diese Voraussetzung nicht vor, ist im Rahmen einer Prüfung über das weitere Vorgehen, ggf. die Umsetzung eines Teil- oder Gesamtwiderrufes, zu entscheiden.

Nach Prüfung ist in begründeten Einzelfällen eine Verlängerung der Zweckbindung um max. 3 Jahre möglich. Der Zweckbindungszeitraum kann von 5 auf max. 8 Jahre verlängert werden. Andernfalls erfolgt im Falle fehlender Umsetzung ein Teil- oder Gesamtwiderruf mit möglicher Stundung.

Grundsätzlich ist die mit der Arbeitsagentur abgestimmte und genehmigte Kurzarbeit nicht förderschädlich, da die Arbeitnehmer vertraglich gebunden bleiben. Die betroffenen DAP gelten folglich als besetzt.

In Frage kommen vor allem ein Schuldbeitritt der Gesellschafter, aber auch Grundschulden und Sicherungsübereignungen. Es wird in jedem Einzelfall während der Antragsbearbeitung geprüft, ob und welche Sicherheit zu stellen ist.

In diesen Fällen sind jeweils Organträger und Organgesellschaft bzw. Besitz- und Betriebsgesellschaft gemeinschaftliche Antragsteller und Zuwendungsempfänger.

Häufig gestellte Fragen zum Auszahlungsantrag (Sachkostenzuschuss) des Förderprogramms Gemeinschaftsausfgabe zur "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW - gewerblich)

Folgende Voraussetzungen müssen bei der Beantragung einer Auszahlung beachtet werden:

  • Der Zuwendungs- bzw. Änderungsbescheid erlangt erst 4 Wochen nach Posteingang Bestandskraft.
  • Diesen Zeitraum können Sie verkürzen, indem Sie uns den Rechtsbehelfsverzicht (Anlage zum Bescheid) unterschrieben zukommen lassen. Bitte beachten Sie die Rechtsbehelfsbelehrung im Zuwendungs- bzw. Änderungsbescheid.
  • Alle auszahlungsrelevanten Nebenbestimmungen müssen erfüllt sein. Hierzu beachten Sie bitte die Regelungen des Zuwendungsbescheides unter "Besondere Auszahlungsvoraussetzungen" und "Weitere Nebenbestimmungen".
  • Es sind förderfähige Investitionskosten gemäß Zuwendungsbescheid realisiert und bezahlt worden.

Um eine Auszahlung zu beantragen, muss das Formblatt "Auszahlungsantrag Sachkostenzuschuss" und die dazugehörige Anlage 1 "Zahlenmäßiger Nachweis" ausgefüllt werden. Diese Formblätter stehen Ihnen im Downloadbereich zur Verfügung.

Der ausgefüllte und unterschriebene Auszahlungsantrag und die Anlage 1 "Zahlenmäßiger Nachweis" sind zusammen mit den dazugehörigen Originalrechnungen und originalen Zahlungsnachweisen (Kontoauszüge, siehe auch Ziffer 4.) einzureichen. Die Gleichwertigkeit von anderen als Originalbelegen haben Sie zu beweisen.

Für die Prüfung des Auszahlungsantrags ist es unabdingbar, dass Sie die einzelnen Belege (Rechnungen und Kontoauszüge) eindeutig den Positionen auf der Anlage 1 "Zahlenmäßiger Nachweis" zuordnen. Bitte sortieren Sie die Belege und nummerieren Sie diese entsprechend.

Die abgerechneten Ausgaben müssen dem Investitionsplan bzw. der uns vorliegenden Investitionsgüterliste zuzuordnen sein. Bitte beachten Sie die zusätzlich die „Hinweise zum Ausfüllen von Auszahlungsanträgen für die Fördermittel der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (Ausfüllhilfe)" auf unserer Homepage.

Es können alle Investitionsausgaben abgerechnet werden, die zum geförderten Investitionsvorhaben gehören. Das Investitionsvorhaben ist im Zuwendungsbescheid entsprechend Ihres "Antrags auf Gewährung öffentlicher Finanzierungshilfen an die gewerbliche Wirtschaft im Rahmen der regionalen Wirtschaftsförderung" definiert. Es können grundsätzlich nur in der Bilanz aktivierungspflichtige Ausgaben bezuschusst werden, die zum Investitionsvorhaben gehören und förderfähig sind.

Wenn Ausgaben mit einer Sammelüberweisung ("Sammler") bezahlt wurden, reichen Sie bitte den originalen Kontoauszug sowie zusätzlich den Sammler in Kopie ein. Es müssen der Überweisungsbetrag insgesamt sowie die in der Anlage 1 "Zahlenmäßiger Nachweis" abgerechnete Einzelposition ersichtlich sein. Nicht für den Auszahlungsantrag relevante Kontobewegungen können auf diesem Sammler unkenntlich gemacht werden.

Nach Eingang Ihres Auszahlungsantrags prüfen wir, ob der Auszahlungsantrag und die Anlage 1 "Zahlenmäßiger Nachweis" vollständig ausgefüllt wurden und ob alle erforderlichen Originalbelege vorliegen. Sofern Angaben und / oder Unterlagen fehlen, informieren wir Sie und fordern diese nach.

Ihr Auszahlungsantrag wird entsprechend des Eingangsdatums bei der IB bearbeitet. Zwischen der ersten Sichtung auf Vollständigkeit und der Detailprüfung können je nach Anzahl der bei uns vorliegenden Auszahlungsanträge einige Tage oder auch Wochen liegen. Ergeben sich innerhalb der Detailprüfung Rückfragen, nimmt der zuständige Sachbearbeiter Kontakt mit Ihnen auf. Am schnellsten können wir Ihren Auszahlungsantrag prüfen, wenn alle Unterlagen vorliegen, die formalen Erfordernisse erfüllt und die einzelnen Belege den Positionen des zahlenmäßigen Nachweises zuzuordnen sind (siehe auch Ziffern 1 und 2).

Wenn die Prüfung Ihres Auszahlungsantrags nicht möglich ist, z.B. weil keine eindeutige Zuordnung der Belege zu den Positionen der Anlage 1 "Zahlenmäßiger Nachweis" erfolgte oder auszahlungsrelevante Nebenbestimmungen offen sind bzw. noch nicht erfüllt sind, schicken wir Ihnen den Auszahlungsantrag zurück.

Sofern einzelne Ausgabenpositionen im Rahmen des gestellten Auszahlungsantrags nicht anerkannt werden, vermerken wir dies auf der Anlage "Ausschlussgründe Auszahlungsantrag", die wir Ihnen im Rahmen der Rücksendung Ihrer Belege beilegen.

Sie haben die Möglichkeit, die entsprechenden Ausgabenpositionen mit dem nächsten Auszahlungsantrag mit Erläuterungen und/oder zusätzlichen Unterlagen nochmals einzureichen. Bitte reichen Sie die Unterlagen/Erläuterungen zu vormals gestrichenen Ausgabenpositionen nicht ohne neuen Auszahlungsantrag einschl. der Rechnungen und Zahlungsnachweise ein. Es erfolgt keine Nachzahlung ohne Auszahlungsantrag!

Grundsätzlich stehen im Zuwendungsbescheid festgeschriebene Zeitpunkte (siehe Zuwendungsbescheid Ziffer VIII., 2. Mittelabruf). Alle Mittel, die Ihnen laut Zuwendungsbescheid in einem Haushaltsjahr zur Verfügung gestellt wurden, müssen bis spätestens zum 31.12. des jeweiligen Jahres abgerufen werden.

Mittel, die nicht fristgemäß angefordert oder in das nächste Haushaltsjahr übertragen wurden, verfallen. Bitte beachten Sie dazu die Festlegungen in Ihrem Zuwendungsbescheid unter Ziffer VIII., 2. Mittelabruf.

Unabhängig davon empfehlen wir, kontinuierlich, entsprechend des Investitionsfortschritts, Auszahlungsanträge einzureichen.

Wenn Ihnen gemäß Zuwendungsbescheid im aktuellen Haushaltsjahr keine Mittel mehr zur Verfügung stehen, der Investitionsfortschritt jedoch einen weiteren Auszahlungsantrag rechtfertigt, können Sie einen ent-sprechenden Auszahlungsantrag stellen. Voraussetzung hierfür ist, dass im Folgejahr Zuschussmittel für Sie eingeplant sind (beachten Sie dazu die Festlegungen im Zuwendungsbescheid, Ziffer VIII., 1. Auszahlung).

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