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Erleichterte Antragsstellung für „Empowerment für Eltern“: Mehr Fachkräfte für Sachsen-Anhalts Kindertageseinrichtungen

Magdeburg. Das aus ESF-Plus-Mitteln finanzierte Programm „Empowerment für Eltern“ startet in eine neue Antragsrunde. Das Programm zielt darauf ab, bis 2028 insgesamt rund 140 zusätzliche pädagogische Fachkräfte in Sachsen-Anhalts Kitas zu fördern. Diese sollen an der Schnittstelle zwischen Kitas und Familien eingesetzt werden, um Erzieherinnen und Erzieher zu entlasten. Insbesondere Kinder mit erhöhtem Betreuungsbedarf sollen davon profitieren. Ziel ist es, Familien frühzeitig zu unterstützen, Eltern in ihren Kompetenzen zu stärken und Kinder – vor allem aus sozial benachteiligten Lebenslagen – in ihrer Entwicklung zu fördern.

Anlass für den neuen Förderaufruf ist, dass die bisherigen Zuwendungsvoraussetzungen teilweise nicht mehr der aktuellen Arbeitsmarktsituation entsprechen. Durch einen erleichterten Zugang zur Förderung – insbesondere durch angepasste Qualifikationsanforderungen, den Wegfall des Doppelförderungsverbots sowie ein vereinfachtes Antragsverfahren – sollen künftig mehr Einrichtungen erreicht werden. Künftig ist kein akademischer Abschluss mehr erforderlich; ausreichend ist eine staatlich anerkannte Ausbildung als Erzieherin oder Erzieher. Anträge können ab dem 20. Mai 2026 bei der Investitionsbank eingereicht werden.

Ministerin Petra Grimm-Benne: „Die pädagogischen Fachkräfte, die gezielt bei der Elternarbeit unterstützen, werden die Erzieherinnen und Erzieher weiter entlasten. Das Programm leistet einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung von Kinderarmut und zur Förderung gleicher Bildungschancen von Anfang an. Die neuen Fachkräfte unterstützen Eltern dabei, ihren Erziehungsauftrag besser wahrzunehmen und ihre Kinder auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben zu begleiten.“

Das Programm „Empowerment für Eltern“ wird mit folgenden Schwerpunkten umgesetzt:

Elternarbeit stärken: Pädagogische Fachkräfte werden gezielt eingesetzt, um benachteiligte oder von sozialer Ausgrenzung bedrohte Eltern zu unterstützen. Diese sollen vor Überforderung geschützt und in ihren Erziehungskompetenzen gestärkt werden.

Kinder fördern: Das Personal begleitet Kinder unter Einbeziehung ihrer Eltern auf ihrem Bildungsweg, damit sie einen altersgerechten Entwicklungsstand erreichen. Dies sorgt für einen erfolgreichen Übergang von der Kita in die Schule und bildet die Grundlage für spätere Bildungserfolge und ein gesundes Aufwachsen.

Personal in Kindertageseinrichtungen entlasten: Die zusätzlichen Fachkräfte übernehmen die intensive Elternarbeit und ermöglichen es dem Stammpersonal, sich stärker auf die pädagogische Arbeit mit den Kindern zu konzentrieren. Davon profitieren insbesondere Einrichtungen mit einem hohen Anteil an Kindern aus sozial belasteten Familien.
 

Pressemitteilung des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt

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