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Sachsen-Anhalt WEITERBILDUNG BETRIEB
Förderung der betrieblichen Weiterbildung und der Personal- und Organisationsentwicklung in Unternehmen

Betriebliche Weiterbildungsmaßnahmen durchführen, die Wettbewerbsfähigkeit stärken, Fachkräfte für den wirtschaftlichen Erfolg sichern. Sachsen-Anhalt WEITERBILDUNG BETRIEB fördert die Weiterbildung von Beschäftigten, Selbstständigen, freiberuflich Tätigen und Unternehmern und unterstützt Beratungs- und Begleitleistungen zur Entwicklung und Umsetzung einer zukunftsgerechten und mitarbeiterorientierten Personalpolitik.

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Die Richtlinie wurde verbessert und hält nun noch mehr Vorteile für Sie bereit.
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Wer wird gefördert?

  • Unternehmen, Selbstständige und Einrichtungen in Sachsen-Anhalt

Was wird gefördert?

  • Betriebliche Weiterbildungen
  • Personal- und Organisationsentwicklung

Ihre Vorteile

Förderung von betrieblichen Weiterbildungen

  • Zuschuss in Höhe von 60% für Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten
  • Zuschuss in Höhe von 40% für Unternehmen mit 250 und mehr Beschäftigten
  • Zuschuss erhöht sich um 10% für Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten sowie für Unternehmen, die an einen Tarifvertrag im Sinne des Tarifvertrags-gesetzes gebunden sind
  • Zuschuss erhöht sich um 20 % für die Weiterbildung bestimmter Personengruppen
  • Gesamtzuwendung unter Berücksichtigung der Zuschläge darf 80 % der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben nicht übersteigen

 

Personal- und Organisationsentwicklung

  • Zuschuss in Höhe von 80% für Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten
  • Zuschuss in Höhe von 60% für Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten
  • Zuschuss in Höhe von 40 % für Unternehmen mit 250 und mehr Beschäftigten

Was Sie beachten sollten

  • Für den Programmteil Personal- u. Organisationsentwicklung nutzen Sie bitte die Prozessberaterinnen und Prozessberater der > Beraterdatenbank des Bundesprogramms unternehmensWert:Mensch.
  • Ab Kosten in Höhe von 5.000 Euro sind drei Angebote einzuholen.
  • Anträge für das Förderprogramm sind formgebunden an die Förderservice GmbH der Investitionsbank Sachsen-Anhalt, Leipziger Str. 49 a, 39112 Magdeburg zu richten
  • Während der Durchführung Ihres Vorhabens (nach Bewilligung) haben Sie die Öffentlichkeit auf der Webseite Ihres Unternehmens in der Art zu informieren, dass eine kurze Darstellung des Vorhabens eingestellt ist. Sofern durch Ihr Unternehmen keine Webseite betrieben wird, entfällt diese Auflage.
  • Darüber hinaus ist ein Plakat (Mindestgröße A3) an einer gut sichtbaren Stelle, etwa im Eingangsbereich eines Gebäudes durch Sie anzubringen. Ein Muster des Plakates finden Sie auf dieser Seite rechts im Downloadbereich unter "Nach Bewilligung".
    Dateivorlagen für die Erstellung des Plakates > finden Sie im Landesportal. Dort finden Sie ebenfalls den kompletten Leitfaden mit den Vorschriften zu den Informations- und Kommunikationsmaßnahmen für die Umsetzung der Operationellen Programme EFRE und ESF sowie eine Kontaktadresse für Nachfragen bezüglich der Umsetzung dieser Auflagen.

Fragen zum Programm WEITERBILDUNG BETRIEB und zur Antragstellung beantworten Ihnen unsere Förderberaterater über die kostenfreie IB-Hotline 0800 56 007 57. Ihre Fragen zum Mittelabruf oder zur Verwendungsnachweisprüfung richten Sie bitte an den unten genannten Ansprechparnter nach Bewilligung.

Bitte reichen Sie nur ausdrücklich als Original angeforderte Unterlagen im Original ein. Mit der Einführung der elektronischen Aktenführung werden alle anderen – nicht im Original einzureichenden – Unterlagen nach einer Aufbewahrungsfrist von 6 Monaten vernichtet.
Sehr gern können Sie die erbetenen Unterlagen digital einsenden.

Bitte achten Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit beim Versenden von Dateien per E-Mail darauf, dass Sie diese verschlüsselt übermitteln. Hierzu können Sie die in Microsoft Office integrierte Verschlüsselung nutzen, die z. B. in Microsoft Excel unter „Datei – Arbeitsmappe schützen – Mit Kennwort verschlüsseln“ zur Verfügung steht. Alternativ können Sie eine Verschlüsselung auch in Form eines komprimierten Archivs vornehmen. Bitte achten Sie auf die Auswahl eines starken Verfahrens zur Verschlüsselung wie z. B. AES-256. Gebräuchliche Archivformate (z. B. ZIP) werden unterstützt. Zudem empfehlen wir die Auswahl eines zufälligen Passwortes mit einer Länge von mindestens 12 Zeichen und einer Kombination aus Großbuchstaben, Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen (z. B. !$%&). Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang, dass Sie uns Passwort und Dateien getrennt voneinander übermitteln.

GEFÖRDERT DURCH

ERHÖHTER BILDUNGSGRAD

Der Ultraschall-Spezialist Sonotec legt großen Wert darauf, seine Beschäftigten weiterzubilden. Das Unternehmen aus Halle (Saale) muss ständig auf der Höhe der Zeit bleiben, um seine technologische Marktführerschaft zu behaupten.

Förderfakten

Sachsen-Anhalt WEITERBILDUNG BETRIEB unterstützt Unternehmen bei der Qualifizierung ihrer Beschäftigten. Das Hallenser Technologieunternehmen SONOTEC investiert in seine Wettbewerbsfähigkeit und bildet 31 Mitarbeiter weiter. Förderzweck: Förderung der betrieblichen Weiterbildung sowie der Personal und Organisationsentwicklung in Unternehmen

Fördersumme

Gesamtinvestition 72.000 Euro
Zuschuss 45.000 Euro


„Älter werde ich stets, niemals jedoch lerne ich aus“, wusste bereits der griechische Gelehrte Solon. Die Weisheit vom lebenslangen Lernen beherzigt auch das mittelständische Unternehmen SONOTEC aus Halle (Saale). Die Firma entwickelt und produziert Ultraschallwandler und -sensoren sowie Prüfgeräte für die unterschiedlichsten Branchen – von der Medizintechnik über die chemisch-pharmazeutische Industrie bis hin zum Maschinen- und Anlagenbau.

„Fachspezifische Weiterbildungen spielen bei uns eine große Rolle. Die Welt verändert sich rasant, deshalb müssen wir permanent dazu lernen. Als Technologieunternehmen ist das überlebensnotwendig. Qualifikation ist ein Schlüsselelement für Innovationsfähigkeit, zukünftiges Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit auf dem nationalen und internationalen Markt“, sagt SONOTEC-Geschäftsführer Hans-Joachim Münch. Über 50 Prozent der Belegschaft haben einen Hochschulabschluss, ungelernte Arbeitskräfte gibt es in der Firma nicht. Am Standort in Halle befinden sich Entwicklung, Fertigung und Vertrieb unter einem Dach – ein Zusammenspiel aus Ingenieuren, Physikern, Betriebswirtschaftlern, Technikern und Facharbeitern aus Mechanik und Elektronik. Die Sensorfertigung, eine Kernkompetenz des Unternehmens, wird von Fachkräften ausgeführt, für die es keine klassischen Ausbildungsberufe gibt. In diesem Bereich arbeiten hochspezialisierte Zahntechniker oder Goldschmiede als Quereinsteiger.

Die Inhalte der Qualifizierungsmaßnahmen sind vielfältig. Medizinproduktrecht, Anlagenbuchhaltung, internationale Umsatzsteuer, strategische Verkaufsschulung, IT-Notfallplanung oder Leiterplattendesign sind nur einige Themenfelder, in denen SONOTEC seine Fachleute schulen lässt. Wichtig ist es, den richtigen Zeitpunkt für eine Weiterbildung zu erkennen, damit die Qualifizierung ihre Wirkung entfalten kann. SONOTEC führt Schulungen im Unternehmen direkt durch, aber schickt seine Angestellten auch gern zu externen Anbietern. „Es kann wertvoll sein, den Firmenalltag einmal zu verlassen, sich von einem anderen Umfeld inspirieren zu lassen und das Unternehmen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Wir geben bewusst viel Geld für Fortbildung aus, weil sich diese Investitionen lohnen und auch den Beschäftigten das Gefühl geben, fachlich fit zu sein. Und über Angestellte, die wissen, was sie können, freut man sich als Geschäftsführer", so Hans-Joachim Münch.

Unterstützung bei den Qualifizierungen gibt es auch vom Land und der Investitionsbank. 2016 förderten sie SONOTEC mit 45.000 Euro aus dem Programm Sachsen-Anhalt WEITERBILDUNG BETRIEB.

55 Prozent der Unternehmen in Sachsen-Anhalt nutzen laut dem Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration Weiterbildungen – ein hohes Niveau.

Die Weiterbildungsquote der Beschäftigten nimmt stetig zu und lag zuletzt bei 37 Prozent. Damit waren Sachsen-Anhalts Betriebe deutlich bildungsaktiver als der Durchschnitt der ost- und der westdeutschen Betriebe. Die positiven Effekte einer Weiterbildung stehen für SONOTEC außer Frage, auch wenn die Angestellten für diesen Zeitraum nicht ihrer regulären Arbeit nachkommen können. Neben den Qualifizierungen ist den Hallensern auch der Netzwerkgedanke wichtig. So gründete SONOTEC das Netzwerk Ultraschall (NetUs) mit. Dazu gehören Partner aus ganz Mitteldeutschland. Kleine und mittlere Unternehmen bündeln ihre Kompetenzen und ihr Know-how. Forschungs- und Entwicklungsthemen werden abgestimmt und die regionalen Hochschulen liefern ihre Forschungsergebnisse aus dem Ultraschallbereich.

Der Wandel der Arbeitswelt durch die Digitalisierung wird auch SONOTEC in den kommenden Jahren stark beschäftigen. „Es gibt eine teils dramatische Verschiebung zwischen der Entwicklung von Hardware hin zur Software. Nicht die Hardware wird für den Erfolg entscheidend sein, sondern die Software. In diesem Bereich werden wir zukünftig personalmäßig stärker aufwachsen müssen und mehr Informatiker einstellen“, erklärt der Geschäftsführer. Wandel ist dem studierten Physiker Hans-Joachim Münch nicht fremd – im Gegenteil. Zusammen mit seinem Kollegen und Mitgeschäftsführer Dr. Santer zur Horst-Meyer gründete er SONOTEC im Jahr 1991 in einem Kellerraum. Was zu zweit begann, ist heute ein Technologieunternehmen mit einer Tochterfirma in New York. In den vergangenen sieben Jahren hat sich die Mitarbeiterzahl auf 130 nahezu verdoppelt. Als Lösungsspezialist in der Ultraschalltechnik ist die Firma weltweit in vielen Bereichen Technologie- und Marktführer. Die Luftblasendetektoren SONOCHECK beispielsweise finden weltweit Anwendung in der Medizintechnik, dem pharmazeutischen Anlagenbau, der Lebensmitteltechnik sowie im Geräte- und Maschinenbau.

Mit dem neu entwickelten SONAPHONE, einem mobilen Handgerät mit Touchscreen-Bedienung, lassen sich Lecks an Druckluft-, Gas- und Vakuumanlagen aufspüren. So lassen sich Energiekosten reduzieren und der Wartungszeitpunkt von Anlagen und Maschinen wird analysiert. „Unser führendes Know-how sowie die internationalen Aktivitäten machen uns zu einem beliebten Arbeitgeber. So haben wir Mitarbeiter aus ganz Deutschland“, sagt Geschäftsführer Münch stolz.

FAQ für das Programm Sachsen-Anhalt WEITERBILDUNG BETRIEB


Die Möglichkeiten zur Förderung der beruflichen Weiterbildung sind sehr komplex.

Wir wollen daher relevante Hintergrundinformationen zum Programm Sachsen-Anhalt WEITERBILDUNG BETRIEB bündeln und Ihnen als Geschäftsführer/in oder Personalvertretung Anregungen geben, für welche qualifizierungsorientierten Vorhaben Sie das Programm nutzen können.

Dazu haben wir die Antworten zu den häufigsten Fragen (FAQ) für Sie zusammengestellt.

Idealerweise stellen diese eine Hilfestellung „aus der Praxis für die Praxis" dar.

 

Die Fragen gliedern sich in folgende Gruppen:

I. Fragen zu betrieblichen Weiterbildungsmaßnahmen

Erfahren Sie, was die Ziele des Programms Sachsen-Anhalt WEITERBILDUNG BETRIEB sind und welche Fördervoraussetzungen für die Unternehmen in Sachsen-Anhalt bestehen.

II. Fragen zu Lehrgangsangeboten

Wir schaffen Transparenz zur Einhaltung der Vergabevorschriften.

III. Die Personal- und Organisationsentwicklung (POE) für Unternehmen

Sie erfahren, welche Ihrer Vorhaben und konkreten Ideen in diesem Programmteil umsetzbar sind und wer Ihnen beratend und begleitend zur Seite steht. Wir beantworten, welche Berater und Beraterinnen für die POE-Beratung in Frage kommen.

 

Wir hoffen, dass die Informationen Sie bestmöglich bei der Erreichung Ihrer Ziele unterstützen und wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung von Veränderungsprozessen in Ihrem Unternehmen.

Sollte Ihre Frage nicht beantwortet sein, sprechen Sie uns an. Ihre Ansprechpartner/innen an der Hotline der Investitionsbank Sachsen-Anhalt sowie bei der Landesinitiative Fachkraft im Fokus stehen Ihnen gern beratend zur Seite.

Nutzen Sie die kostenfreie Hotline 0800/56 007 57 oder die  E-Mail: beratung@ib-lsa.de.

 

Die Ansprechpartner der Landesinitiative Fachkraft im Fokus finden Sie hier:
https://www.ib-sachsen-anhalt.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Bildung/WB_DIREKT_regionalber_FiF.pdf

I. Fragen zu betrieblichen Weiterbildungsmaßnahmen

Unternehmen, Selbstständige, Einrichtungen (natürliche Personen, soweit sie zugleich Unternehmer oder Unternehmerin sind, juristische Personen oder Personenvereinigungen des privaten Rechts) mit Sitz oder Niederlassung in Sachsen-Anhalt.

Ja. In diesem Fall handelt es sich um eine Zusatzqualifikation. Es werden lediglich Maßnahmen gefördert, deren Inhalte zusätzlich zu den verbindlichen Inhalten der Ausbildungsverordnung vermittelt werden. Die Zusätzlichkeit muss von der zuständigen Kammer bestätigt werden. Ein Formblatt dazu ist im Downloadbereich eingestellt.

Ja. Förderfähig sind Beschäftigte und Auszubildende, welche ihren Wohnort oder Arbeitsort oder Berufsausbildungsstätte in Sachsen-Anhalt haben.

Nein. Die Ausgaben von über 1.000,00 EUR können im Rahmen eines betrieblichen Weiterbildungsvorhabens auch für mehrere Beschäftigte oder für die Teilnahme an mehreren Weiterbildungen entstehen.

Nein. Die Beantragung des Zuschusses kann für mehrere Beschäftigte sowie für mehrere Weiterbildungen in einem Antrag erfolgen.

Hinweis: Die IB-Formblätter „Angaben zur/zum Teilnehmenden“ sind für jeden Beschäftigten zu erstellen.
In Hinblick auf die unterschiedlichen Fördersätze nach Teilnehmerzielgruppen ist in jedem Fall die Kalkulationshilfe auszufüllen.

Ja. Die Gesamtzuwendung für betriebliche Weiterbildungsmaßnahmen darf den Gesamtbetrag von 100.000 € nicht übersteigen.
Zudem wird die Förderung aus diesem Programm in Form einer De-minimis-Beihilfe gewährt. D.h. einem Unternehmen bzw. einem Unternehmensverbund dürfen in den letzten drei Kalenderjahren maximal De-minimis-Beihilfen in Höhe von insgesamt 200.000,00 EUR gewährt werden (für Unternehmen im Bereich des gewerblichen Straßengüterverkehrs werden 100.000,00 EUR gewährt). Somit ist die Zuschusshöhe insgesamt begrenzt.

In der Erklärung sind alle De-minimis-Beihilfen anzugeben, die das Unternehmen bzw. der Unternehmensverbund im laufenden sowie in den zwei vorangegangen Kalenderjahren beantragt und erhalten hat.

Das antragstellende Unternehmen.

Ja. Wenn der Beschäftigte für neue oder veränderte Aufgaben im Unternehmen qualifiziert werden soll oder sich durch den Wandel des Wissens eine weitere Weiterbildung erforderlich macht, kann eine erneute Förderung beantragt werden.

Ja. Für weitere Lehrgänge und Teilnehmende können auch in einem Jahr mehrere Anträge gestellt werden.

Hinweis:  Vor Antragstellung sollte geprüft werden, ob eine Zusammenfassung von mehreren Weiterbildungen für mehrere Beschäftigte in einem Antrag sinnvoll ist, dies verringert oftmals den Verwaltungsaufwand für die Antragstellenden und die Bewilligungsstelle.

Unternehmen mit 250 und mehr Beschäftigten werden gefördert, wenn sie im Rahmen von Ansiedlungs-, Umstrukturierungs- oder Erweiterungsinvestitionen Beschäftigte weiterbilden. Sie müssen den kausalen Zusammenhang des beantragten Weiterbildungsvorhabens mit den geplanten oder laufenden Ansiedlungs-, Umstrukturierungs- oder Erweiterungsinvestition sachlich nachvollziehbar begründen und die Investitionen in geeigneter Weise nachweisen.

Bei Vorhaben von Unternehmen mit 250 und mehr Beschäftigten müssen die zuwendungsfähigen Weiterbildungsausgaben zudem mehr als 10.000 € betragen.

Unternehmen oder Einrichtungen, die als Unternehmenszweck soziale, ethische oder ökologische Ziele verfolgen, sind unabhängig von der Anzahl ihrer Beschäftigten förderfähig. Es müssen keine Ansiedlungs-, Umstrukturierungs- oder Erweiterungsinvestitionen nachgewiesen werden.

Nein. Personalausgaben für die Teilnehmenden (Lohn, Gehalt, SV-Beiträge) während der Weiterbildung sind nicht förderfähig.

Nein. Die Zuwendung erhöht sich nur für jene Unternehmen, die an einen Tarifvertrag (maßgeblich sind Lohn- und Gehaltstarifverträge) nach Tarifvertragsgesetz gebunden sind. Die bloße Zahlung von allgemeinverbindlichen Mindestlöhnen oder die freiwillige Anlehnung an tarifvertragliche Arbeits- und Entlohnungsbedingen führt nicht zu einem höheren Fördersatz.

Als Nachweis der Tarifgebundenheit hat das Unternehmen eine subventionserhebliche Erklärung abzugeben, ein Vordruck steht im Downloadbereich zur Verfügung.

Der genehmigte Zuschuss wird grundsätzlich nach Beendigung der Weiterbildungsmaßnahme im Erstattungsprinzip ausgezahlt. Zur Abrechnung der Maßnahme und Beantragung der Auszahlung nutzen Sie das Formular „Verwendungsnachweis und Auszahlung“, das Ihrem Zuwendungsbescheid beigefügt wurde bzw. im Downloadbereich zur Verfügung steht.

Diesem Verwendungsnachweis fügen Sie bei:

  • Abrechnungshilfe
  • Teilnahmenachweise (bspw. in Form von Anwesenheitslisten, ein Vordruck steht im Downloadbereich zur Verfügung)
  • Kopien der Zeugnisse, Zertifikate oder Bescheinigungen vom Bildungsanbieter
  • Teilnehmer/innen-Fragebogen zum Austritt
  • Foto über das Anbringen des A3-Plakates (eine Plakatvorlage steht im Downloadbereich zur Verfügung)

Hinweis: Für Fahrt- und Übernachtungskosten ist die Vorlage von Rechnungen und Zahlungsbelegen nicht erforderlich. Bei einer Überprüfung vor Ort sind die Original-Unterlagen jedoch vorzuhalten.

Ja. Teilzahlungen sind i.d.R. ab einem Auszahlungsbetrag von 1.000,00 EUR möglich, wenn für in sich inhaltlich abgeschlossene Weiterbildungsmodule Teilrechnungen gestellt und bezahlt wurden. Für Studiengänge ist eine Zwischenabrechnung ebenfalls möglich, soweit nachweislich die Inhalte des bewilligten Semesters vollständig abgeschlossen wurden und eine eindeutige Zuordnung der Gebühren zu den abgerechneten Teilleistungen möglich ist.

Hierfür nutzen Sie das Formular „Auszahlungsantrag“, das Ihrem Zuwendungsbescheid beigefügt wurde bzw. im Downloadbereich zur Verfügung steht. Bitte bedenken Sie, dass uns grundsätzlich keine Rechnungen zu Abrechnung vorzulegen sind. Um auch ohne Rechnungslegung einen abrechenbaren Teilauszahlungsbetrag ermitteln zu können sind ggf. weiterführende Unterlagen erforderlich, sofern die Kostenpositionen nicht eindeutig aus dem Antrag zugrunde liegenden Angebot hervorgehen.

II. Fragen zu Lehrgangsangeboten

Grundsätzlich nein. Durch die verbindliche Anmeldung zur Teilnahme an einer Weiterbildung wurde die Maßnahme vorzeitig begonnen. Die Förderung ist somit ausgeschlossen. Es sei denn, der Weiterbildungsanbieter sieht eine kostenfreie und unbefristete Rücktrittsmöglichkeit vor.

Grundsätzlich nein. Die Antragstellung hat mindestens 6 Wochen vor dem geplanten Beginn, also der Anmeldung zum Lehrgang, zu erfolgen. Ausnahmen kann die Bewilligungsbehörde nur im begründeten Einzelfall und bei einer geringfügigen Unterschreitung der Antragsfrist zulassen.

Grundsätzlich nein. Jedoch werden z.B. Maßnahmen, mit Inhalten oder Methoden bzw. Technologien von L. Ron Hubbard bzw. Maßnahmen mit menschenverachtendem, extremistischen oder sexistischem Gedankengut nicht gefördert.

Gegebenenfalls sind besondere Zugangsberechtigungen (z.B. bei Weiterbildungsstudiengängen an Hochschulen) erforderlich. Deren Erfüllung ist mit Antragstellung nachzuweisen.

Hinweis: Die Bewilligungsstelle ist berechtigt, die tatsächliche Durchführung der bewilligten Weiterbildungsmaßnahmen auch unangemeldet vor Ort bei den Bildungsträgern zu prüfen.

Nein. Die Durchführung des Lehrgangs kann deutschlandweit erfolgen. Jegliche Weiterbildungen im Ausland (sogenannte Bildungsreisen) sind grundsätzlich von einer Förderung ausgeschlossen.
In besonders begründeten Fällen kann eine Weiterbildung im Ausland gefördert werden
a) wenn es sich dabei um ganz spezielle fachliche, technische oder wissenschaftliche Inhalte handelt für die im Inland nachweislich keine Weiterbildungsangebote verfügbar sind oder
b) wenn es sich um Weiterbildungsmodule im Ausland handelt, die in einem angemessenen Umfang im Rahmen längerer (insbesondere mehrmonatiger) inländischer Weiterbildungen stattfinden (z.B. Auslandsmodul innerhalb eines Weiterbildungsstudiengangs oder Weiterbildung zur Entwicklung interkultureller Kompetenzen).

Nein.

Nein. Bei der Förderung von Fahrtkosten zur Bildungsstätte zählt die kürzere Distanz, entweder vom Wohnort oder vom Arbeitsort. Die Entfernung ist anhand des Routenplaners google maps zu ermitteln.

Ja, jedoch mit Einschränkungen. Der Erwerb der Fahrerlaubnis für Krafträder und Kraftfahrzeuge ist von der Förderung ausgeschlossen.

Weitere Klassen der Fahrerlaubnis z.B. Klasse C oder CE sind möglich, sofern ein betriebliches Interesse besteht und die Weiterbildung zur Ausübung der momentanen Tätigkeit notwendig ist. Gesetzlich vorgeschriebene Wiederholungsprüfungen sind nicht förderfähig.

Grundsätzlich ja.

Vor Antragstellung ist zu klären, ob anderweitige Förderungen (bspw. Aufstiegs-BAföG) in Anspruch genommen werden können.
Eine Förderung über die IB kann nur dann erfolgen, wenn ein Negativbescheinigung oder Kopie des Ablehnungsbescheides vom zuständigen Amt für Ausbildungsförderung vorliegt.

Ja. Zum Zwecke der Vergleichbarkeit sollten Angebote neben den inhaltlichen Angaben mindestens Folgendes enthalten:

  • Anbieter
  • Durchführungsort
  • Dauer in Stunden bzw. Unterrichtseinheiten
  • Zeitraum
  • Preis pro Teilnehmenden.

Angebote für Gruppenschulungen sollten mindestens den Gruppenpreis sowie die zugrunde liegende Personenzahl ausweisen.

Grundsätzlich ja. Ab einem voraussichtlichen Auftragswert von 5.000,00 Euro (ohne Umsatzsteuer) sind drei Angebote einzuholen, (als Angebote gelten auch Preisinformationen aus dem Internet) Bei Weiterbildungen mit einem Auftragswert unter 5.000,00 Euro ist nur das favorisierte Angebot mit dem Antrag einzureichen.

Bei Aufträgen über 100.000 Euro je Los ohne Umsatzsteuer und einem Zuschuss von über 50 % ist die Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen (Teil A VOL) zu beachten. Spätestens im Rahmen der Vorlage eines Auszahlungsantrages muss bei Aufträgen über 100.000 Euro je Los ohne Umsatzsteuer anhand der Vergabedokumentation gem. § 20 VOL/A die Einhaltung der vergaberechtlichen Vorschriften nachgewiesen werden. Die Einholung von drei Angeboten und die „Ermittlung des wirtschaftlichsten Angebotes“ (gem. Formular im Downloadbereich) entfällt somit, sofern zum Zeitpunkt bei Antragstellung der geschätzte Auftragswert über 100.000 Euro je Los ohne Umsatzsteuer betrug.

III. Fragen zu POE-Vorhaben (Personal- und Organisationsentwicklung)

Eine Weiterbildungsmaßnahme umfasst jeden Lehrgang, der der Entwicklung und dem Erhalt betrieblich relevanter, fachlich-methodischer, sozialer und persönlicher Kompetenzen dient und die Leistungsbereitschaft und -fähigkeit unterstützt.
Eine Maßnahme zur Personal- und Organisationsentwicklung umfasst Beratungs- und Begleitleistungen zur Entwicklung und Umsetzung einer zukunftsgerechten und mitarbeiterorientierten Personalpolitik.

Nein. Das Honorar eines autorisierten Prozessberaters ist auf 1.000,00 EUR pro achtstündigen Beratertag begrenzt. Somit ist eine Überprüfung der Auswahlentscheidung hinsichtlich des Beraterhonorars entbehrlich.

Ja. Aus der Bedarfsbeschreibung sollten sich konkrete und nachprüfbare Angaben zu den Inhalten der geplanten prozessorientierten Beratungs- und Begleitleistung und den damit verfolgten unternehmerischen Zielen ergeben.

Sie sollte sich gliedern in:

I.      Ausgangssituation / Bedarf
II.     Ziele (mit Bezug zu den Zielschwerpunkten der Richtlinie)
III.    grobe inhaltliche und methodische Untersetzung (Meilensteinplanung)

Grundsätzlich ja. Gefördert werden Beratungs- und Begleitleistungen jedoch nur dann, wenn sie von Prozessberatern erbracht werden, die im Bundesprogramms unternehmensWert:Mensch registriert sind.

http://www.unternehmens-wert-mensch.de/das-programm/unser-prozessberater-pool.html

Idealerweise sollte der/die Berater/-in bereits zur Antragstellung, spätestens zur Bewilligung  ausgewählt sein. Der Beratervertrag darf aber ebenfalls erst nach der Bewilligung oder der Genehmigung eines vorzeitigen Maßnahmebeginns geschlossen werden oder muss alternativ eine kostenfreie und unbefristete Rücktrittsmöglichkeit beinhalten.

Ja, sofern sie als konzeptioneller Teil eines POE-Vorhabens erkennbar ist.

Teilnehmende i.S.d. sog. Teilnehmenden-Monitorings sind nur die unmittelbar am Beratungsprozess Beteiligten. Das sind z.B. Geschäftsführer, Personalchef, Ausbildungsleiter o.ä.

Die Beteiligung der Beschäftigten ist zusammen mit den für das Vorhaben geltenden Inhalten, dem zeitlichen Umfang der in Anspruch genommenen Beratungs- und Begleitleistungen und den in deren Umsetzung realisierten oder eingeleiteten Veränderungsprozessen im Unternehmen in einem Abschlussbericht zu dokumentieren. Als Bestandteil des Abschlussberichts sind die Tagesprotokolle der realisierten Prozessberatungstage sowie eine Liste der Beteiligten im Rahmen des Verwendungsnachweises vorzulegen. Vordrucke stehen im Downloadbereich zur Verfügung.

Im Abschlussbericht sollten Sie über die Inhalte und den zeitlichen Umfang der in Anspruch genommenen Beratungs- und Begleitleistungen und die in deren Umsetzung realisierten oder eingeleiteten Veränderungsprozesse im Unternehmen berichten. Dabei ist auch die Beteiligung der Beschäftigten an den Organisationsentwicklungsprozessen darzustellen.

Dabei sollten Sie auf folgende Punkte eingehen:

I.     Zusammenfassende Beschreibung des Vorgehens
II.    Ergebnisse und Wirkungen (mit Beispielen untersetzt)
III.   Aussage zur Nachhaltigkeit und zur weiteren Planung

Stand: 08.11.2019

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ÜBERSICHT

Wer wird gefördert?

  • Unternehmen, Selbstständige und Einrichtungen in Sachsen-Anhalt

Was wird gefördert?

  • Betriebliche Weiterbildungen
  • Personal- und Organisationsentwicklung

Ihre Vorteile

Förderung von betrieblichen Weiterbildungen

  • Zuschuss in Höhe von 60% für Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten
  • Zuschuss in Höhe von 40% für Unternehmen mit 250 und mehr Beschäftigten
  • Zuschuss erhöht sich um 10% für Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten sowie für Unternehmen, die an einen Tarifvertrag im Sinne des Tarifvertrags-gesetzes gebunden sind
  • Zuschuss erhöht sich um 20 % für die Weiterbildung bestimmter Personengruppen
  • Gesamtzuwendung unter Berücksichtigung der Zuschläge darf 80 % der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben nicht übersteigen

 

Personal- und Organisationsentwicklung

  • Zuschuss in Höhe von 80% für Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten
  • Zuschuss in Höhe von 60% für Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten
  • Zuschuss in Höhe von 40 % für Unternehmen mit 250 und mehr Beschäftigten

Was Sie beachten sollten

  • Für den Programmteil Personal- u. Organisationsentwicklung nutzen Sie bitte die Prozessberaterinnen und Prozessberater der > Beraterdatenbank des Bundesprogramms unternehmensWert:Mensch.
  • Ab Kosten in Höhe von 5.000 Euro sind drei Angebote einzuholen.
  • Anträge für das Förderprogramm sind formgebunden an die Förderservice GmbH der Investitionsbank Sachsen-Anhalt, Leipziger Str. 49 a, 39112 Magdeburg zu richten
  • Während der Durchführung Ihres Vorhabens (nach Bewilligung) haben Sie die Öffentlichkeit auf der Webseite Ihres Unternehmens in der Art zu informieren, dass eine kurze Darstellung des Vorhabens eingestellt ist. Sofern durch Ihr Unternehmen keine Webseite betrieben wird, entfällt diese Auflage.
  • Darüber hinaus ist ein Plakat (Mindestgröße A3) an einer gut sichtbaren Stelle, etwa im Eingangsbereich eines Gebäudes durch Sie anzubringen. Ein Muster des Plakates finden Sie auf dieser Seite rechts im Downloadbereich unter "Nach Bewilligung".
    Dateivorlagen für die Erstellung des Plakates > finden Sie im Landesportal. Dort finden Sie ebenfalls den kompletten Leitfaden mit den Vorschriften zu den Informations- und Kommunikationsmaßnahmen für die Umsetzung der Operationellen Programme EFRE und ESF sowie eine Kontaktadresse für Nachfragen bezüglich der Umsetzung dieser Auflagen.
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Fragen zum Programm WEITERBILDUNG BETRIEB und zur Antragstellung beantworten Ihnen unsere Förderberaterater über die kostenfreie IB-Hotline 0800 56 007 57. Ihre Fragen zum Mittelabruf oder zur Verwendungsnachweisprüfung richten Sie bitte an den unten genannten Ansprechparnter nach Bewilligung.

Bitte reichen Sie nur ausdrücklich als Original angeforderte Unterlagen im Original ein. Mit der Einführung der elektronischen Aktenführung werden alle anderen – nicht im Original einzureichenden – Unterlagen nach einer Aufbewahrungsfrist von 6 Monaten vernichtet.
Sehr gern können Sie die erbetenen Unterlagen digital einsenden.

Bitte achten Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit beim Versenden von Dateien per E-Mail darauf, dass Sie diese verschlüsselt übermitteln. Hierzu können Sie die in Microsoft Office integrierte Verschlüsselung nutzen, die z. B. in Microsoft Excel unter „Datei – Arbeitsmappe schützen – Mit Kennwort verschlüsseln“ zur Verfügung steht. Alternativ können Sie eine Verschlüsselung auch in Form eines komprimierten Archivs vornehmen. Bitte achten Sie auf die Auswahl eines starken Verfahrens zur Verschlüsselung wie z. B. AES-256. Gebräuchliche Archivformate (z. B. ZIP) werden unterstützt. Zudem empfehlen wir die Auswahl eines zufälligen Passwortes mit einer Länge von mindestens 12 Zeichen und einer Kombination aus Großbuchstaben, Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen (z. B. !$%&). Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang, dass Sie uns Passwort und Dateien getrennt voneinander übermitteln.

GEFÖRDERT DURCH

ERFOLGSGESCHICHTEN

ERHÖHTER BILDUNGSGRAD

Der Ultraschall-Spezialist Sonotec legt großen Wert darauf, seine Beschäftigten weiterzubilden. Das Unternehmen aus Halle (Saale) muss ständig auf der Höhe der Zeit bleiben, um seine technologische Marktführerschaft zu behaupten.

Förderfakten

Sachsen-Anhalt WEITERBILDUNG BETRIEB unterstützt Unternehmen bei der Qualifizierung ihrer Beschäftigten. Das Hallenser Technologieunternehmen SONOTEC investiert in seine Wettbewerbsfähigkeit und bildet 31 Mitarbeiter weiter. Förderzweck: Förderung der betrieblichen Weiterbildung sowie der Personal und Organisationsentwicklung in Unternehmen

Fördersumme

Gesamtinvestition 72.000 Euro
Zuschuss 45.000 Euro


„Älter werde ich stets, niemals jedoch lerne ich aus“, wusste bereits der griechische Gelehrte Solon. Die Weisheit vom lebenslangen Lernen beherzigt auch das mittelständische Unternehmen SONOTEC aus Halle (Saale). Die Firma entwickelt und produziert Ultraschallwandler und -sensoren sowie Prüfgeräte für die unterschiedlichsten Branchen – von der Medizintechnik über die chemisch-pharmazeutische Industrie bis hin zum Maschinen- und Anlagenbau.

„Fachspezifische Weiterbildungen spielen bei uns eine große Rolle. Die Welt verändert sich rasant, deshalb müssen wir permanent dazu lernen. Als Technologieunternehmen ist das überlebensnotwendig. Qualifikation ist ein Schlüsselelement für Innovationsfähigkeit, zukünftiges Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit auf dem nationalen und internationalen Markt“, sagt SONOTEC-Geschäftsführer Hans-Joachim Münch. Über 50 Prozent der Belegschaft haben einen Hochschulabschluss, ungelernte Arbeitskräfte gibt es in der Firma nicht. Am Standort in Halle befinden sich Entwicklung, Fertigung und Vertrieb unter einem Dach – ein Zusammenspiel aus Ingenieuren, Physikern, Betriebswirtschaftlern, Technikern und Facharbeitern aus Mechanik und Elektronik. Die Sensorfertigung, eine Kernkompetenz des Unternehmens, wird von Fachkräften ausgeführt, für die es keine klassischen Ausbildungsberufe gibt. In diesem Bereich arbeiten hochspezialisierte Zahntechniker oder Goldschmiede als Quereinsteiger.

Die Inhalte der Qualifizierungsmaßnahmen sind vielfältig. Medizinproduktrecht, Anlagenbuchhaltung, internationale Umsatzsteuer, strategische Verkaufsschulung, IT-Notfallplanung oder Leiterplattendesign sind nur einige Themenfelder, in denen SONOTEC seine Fachleute schulen lässt. Wichtig ist es, den richtigen Zeitpunkt für eine Weiterbildung zu erkennen, damit die Qualifizierung ihre Wirkung entfalten kann. SONOTEC führt Schulungen im Unternehmen direkt durch, aber schickt seine Angestellten auch gern zu externen Anbietern. „Es kann wertvoll sein, den Firmenalltag einmal zu verlassen, sich von einem anderen Umfeld inspirieren zu lassen und das Unternehmen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Wir geben bewusst viel Geld für Fortbildung aus, weil sich diese Investitionen lohnen und auch den Beschäftigten das Gefühl geben, fachlich fit zu sein. Und über Angestellte, die wissen, was sie können, freut man sich als Geschäftsführer", so Hans-Joachim Münch.

Unterstützung bei den Qualifizierungen gibt es auch vom Land und der Investitionsbank. 2016 förderten sie SONOTEC mit 45.000 Euro aus dem Programm Sachsen-Anhalt WEITERBILDUNG BETRIEB.

55 Prozent der Unternehmen in Sachsen-Anhalt nutzen laut dem Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration Weiterbildungen – ein hohes Niveau.

Die Weiterbildungsquote der Beschäftigten nimmt stetig zu und lag zuletzt bei 37 Prozent. Damit waren Sachsen-Anhalts Betriebe deutlich bildungsaktiver als der Durchschnitt der ost- und der westdeutschen Betriebe. Die positiven Effekte einer Weiterbildung stehen für SONOTEC außer Frage, auch wenn die Angestellten für diesen Zeitraum nicht ihrer regulären Arbeit nachkommen können. Neben den Qualifizierungen ist den Hallensern auch der Netzwerkgedanke wichtig. So gründete SONOTEC das Netzwerk Ultraschall (NetUs) mit. Dazu gehören Partner aus ganz Mitteldeutschland. Kleine und mittlere Unternehmen bündeln ihre Kompetenzen und ihr Know-how. Forschungs- und Entwicklungsthemen werden abgestimmt und die regionalen Hochschulen liefern ihre Forschungsergebnisse aus dem Ultraschallbereich.

Der Wandel der Arbeitswelt durch die Digitalisierung wird auch SONOTEC in den kommenden Jahren stark beschäftigen. „Es gibt eine teils dramatische Verschiebung zwischen der Entwicklung von Hardware hin zur Software. Nicht die Hardware wird für den Erfolg entscheidend sein, sondern die Software. In diesem Bereich werden wir zukünftig personalmäßig stärker aufwachsen müssen und mehr Informatiker einstellen“, erklärt der Geschäftsführer. Wandel ist dem studierten Physiker Hans-Joachim Münch nicht fremd – im Gegenteil. Zusammen mit seinem Kollegen und Mitgeschäftsführer Dr. Santer zur Horst-Meyer gründete er SONOTEC im Jahr 1991 in einem Kellerraum. Was zu zweit begann, ist heute ein Technologieunternehmen mit einer Tochterfirma in New York. In den vergangenen sieben Jahren hat sich die Mitarbeiterzahl auf 130 nahezu verdoppelt. Als Lösungsspezialist in der Ultraschalltechnik ist die Firma weltweit in vielen Bereichen Technologie- und Marktführer. Die Luftblasendetektoren SONOCHECK beispielsweise finden weltweit Anwendung in der Medizintechnik, dem pharmazeutischen Anlagenbau, der Lebensmitteltechnik sowie im Geräte- und Maschinenbau.

Mit dem neu entwickelten SONAPHONE, einem mobilen Handgerät mit Touchscreen-Bedienung, lassen sich Lecks an Druckluft-, Gas- und Vakuumanlagen aufspüren. So lassen sich Energiekosten reduzieren und der Wartungszeitpunkt von Anlagen und Maschinen wird analysiert. „Unser führendes Know-how sowie die internationalen Aktivitäten machen uns zu einem beliebten Arbeitgeber. So haben wir Mitarbeiter aus ganz Deutschland“, sagt Geschäftsführer Münch stolz.

FAQ

FAQ für das Programm Sachsen-Anhalt WEITERBILDUNG BETRIEB


Die Möglichkeiten zur Förderung der beruflichen Weiterbildung sind sehr komplex.

Wir wollen daher relevante Hintergrundinformationen zum Programm Sachsen-Anhalt WEITERBILDUNG BETRIEB bündeln und Ihnen als Geschäftsführer/in oder Personalvertretung Anregungen geben, für welche qualifizierungsorientierten Vorhaben Sie das Programm nutzen können.

Dazu haben wir die Antworten zu den häufigsten Fragen (FAQ) für Sie zusammengestellt.

Idealerweise stellen diese eine Hilfestellung „aus der Praxis für die Praxis" dar.

 

Die Fragen gliedern sich in folgende Gruppen:

I. Fragen zu betrieblichen Weiterbildungsmaßnahmen

Erfahren Sie, was die Ziele des Programms Sachsen-Anhalt WEITERBILDUNG BETRIEB sind und welche Fördervoraussetzungen für die Unternehmen in Sachsen-Anhalt bestehen.

II. Fragen zu Lehrgangsangeboten

Wir schaffen Transparenz zur Einhaltung der Vergabevorschriften.

III. Die Personal- und Organisationsentwicklung (POE) für Unternehmen

Sie erfahren, welche Ihrer Vorhaben und konkreten Ideen in diesem Programmteil umsetzbar sind und wer Ihnen beratend und begleitend zur Seite steht. Wir beantworten, welche Berater und Beraterinnen für die POE-Beratung in Frage kommen.

 

Wir hoffen, dass die Informationen Sie bestmöglich bei der Erreichung Ihrer Ziele unterstützen und wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung von Veränderungsprozessen in Ihrem Unternehmen.

Sollte Ihre Frage nicht beantwortet sein, sprechen Sie uns an. Ihre Ansprechpartner/innen an der Hotline der Investitionsbank Sachsen-Anhalt sowie bei der Landesinitiative Fachkraft im Fokus stehen Ihnen gern beratend zur Seite.

Nutzen Sie die kostenfreie Hotline 0800/56 007 57 oder die  E-Mail: beratung@ib-lsa.de.

 

Die Ansprechpartner der Landesinitiative Fachkraft im Fokus finden Sie hier:
https://www.ib-sachsen-anhalt.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Bildung/WB_DIREKT_regionalber_FiF.pdf

I. Fragen zu betrieblichen Weiterbildungsmaßnahmen

Unternehmen, Selbstständige, Einrichtungen (natürliche Personen, soweit sie zugleich Unternehmer oder Unternehmerin sind, juristische Personen oder Personenvereinigungen des privaten Rechts) mit Sitz oder Niederlassung in Sachsen-Anhalt.

Ja. In diesem Fall handelt es sich um eine Zusatzqualifikation. Es werden lediglich Maßnahmen gefördert, deren Inhalte zusätzlich zu den verbindlichen Inhalten der Ausbildungsverordnung vermittelt werden. Die Zusätzlichkeit muss von der zuständigen Kammer bestätigt werden. Ein Formblatt dazu ist im Downloadbereich eingestellt.

Ja. Förderfähig sind Beschäftigte und Auszubildende, welche ihren Wohnort oder Arbeitsort oder Berufsausbildungsstätte in Sachsen-Anhalt haben.

Nein. Die Ausgaben von über 1.000,00 EUR können im Rahmen eines betrieblichen Weiterbildungsvorhabens auch für mehrere Beschäftigte oder für die Teilnahme an mehreren Weiterbildungen entstehen.

Nein. Die Beantragung des Zuschusses kann für mehrere Beschäftigte sowie für mehrere Weiterbildungen in einem Antrag erfolgen.

Hinweis: Die IB-Formblätter „Angaben zur/zum Teilnehmenden“ sind für jeden Beschäftigten zu erstellen.
In Hinblick auf die unterschiedlichen Fördersätze nach Teilnehmerzielgruppen ist in jedem Fall die Kalkulationshilfe auszufüllen.

Ja. Die Gesamtzuwendung für betriebliche Weiterbildungsmaßnahmen darf den Gesamtbetrag von 100.000 € nicht übersteigen.
Zudem wird die Förderung aus diesem Programm in Form einer De-minimis-Beihilfe gewährt. D.h. einem Unternehmen bzw. einem Unternehmensverbund dürfen in den letzten drei Kalenderjahren maximal De-minimis-Beihilfen in Höhe von insgesamt 200.000,00 EUR gewährt werden (für Unternehmen im Bereich des gewerblichen Straßengüterverkehrs werden 100.000,00 EUR gewährt). Somit ist die Zuschusshöhe insgesamt begrenzt.

In der Erklärung sind alle De-minimis-Beihilfen anzugeben, die das Unternehmen bzw. der Unternehmensverbund im laufenden sowie in den zwei vorangegangen Kalenderjahren beantragt und erhalten hat.

Das antragstellende Unternehmen.

Ja. Wenn der Beschäftigte für neue oder veränderte Aufgaben im Unternehmen qualifiziert werden soll oder sich durch den Wandel des Wissens eine weitere Weiterbildung erforderlich macht, kann eine erneute Förderung beantragt werden.

Ja. Für weitere Lehrgänge und Teilnehmende können auch in einem Jahr mehrere Anträge gestellt werden.

Hinweis:  Vor Antragstellung sollte geprüft werden, ob eine Zusammenfassung von mehreren Weiterbildungen für mehrere Beschäftigte in einem Antrag sinnvoll ist, dies verringert oftmals den Verwaltungsaufwand für die Antragstellenden und die Bewilligungsstelle.

Unternehmen mit 250 und mehr Beschäftigten werden gefördert, wenn sie im Rahmen von Ansiedlungs-, Umstrukturierungs- oder Erweiterungsinvestitionen Beschäftigte weiterbilden. Sie müssen den kausalen Zusammenhang des beantragten Weiterbildungsvorhabens mit den geplanten oder laufenden Ansiedlungs-, Umstrukturierungs- oder Erweiterungsinvestition sachlich nachvollziehbar begründen und die Investitionen in geeigneter Weise nachweisen.

Bei Vorhaben von Unternehmen mit 250 und mehr Beschäftigten müssen die zuwendungsfähigen Weiterbildungsausgaben zudem mehr als 10.000 € betragen.

Unternehmen oder Einrichtungen, die als Unternehmenszweck soziale, ethische oder ökologische Ziele verfolgen, sind unabhängig von der Anzahl ihrer Beschäftigten förderfähig. Es müssen keine Ansiedlungs-, Umstrukturierungs- oder Erweiterungsinvestitionen nachgewiesen werden.

Nein. Personalausgaben für die Teilnehmenden (Lohn, Gehalt, SV-Beiträge) während der Weiterbildung sind nicht förderfähig.

Nein. Die Zuwendung erhöht sich nur für jene Unternehmen, die an einen Tarifvertrag (maßgeblich sind Lohn- und Gehaltstarifverträge) nach Tarifvertragsgesetz gebunden sind. Die bloße Zahlung von allgemeinverbindlichen Mindestlöhnen oder die freiwillige Anlehnung an tarifvertragliche Arbeits- und Entlohnungsbedingen führt nicht zu einem höheren Fördersatz.

Als Nachweis der Tarifgebundenheit hat das Unternehmen eine subventionserhebliche Erklärung abzugeben, ein Vordruck steht im Downloadbereich zur Verfügung.

Der genehmigte Zuschuss wird grundsätzlich nach Beendigung der Weiterbildungsmaßnahme im Erstattungsprinzip ausgezahlt. Zur Abrechnung der Maßnahme und Beantragung der Auszahlung nutzen Sie das Formular „Verwendungsnachweis und Auszahlung“, das Ihrem Zuwendungsbescheid beigefügt wurde bzw. im Downloadbereich zur Verfügung steht.

Diesem Verwendungsnachweis fügen Sie bei:

  • Abrechnungshilfe
  • Teilnahmenachweise (bspw. in Form von Anwesenheitslisten, ein Vordruck steht im Downloadbereich zur Verfügung)
  • Kopien der Zeugnisse, Zertifikate oder Bescheinigungen vom Bildungsanbieter
  • Teilnehmer/innen-Fragebogen zum Austritt
  • Foto über das Anbringen des A3-Plakates (eine Plakatvorlage steht im Downloadbereich zur Verfügung)

Hinweis: Für Fahrt- und Übernachtungskosten ist die Vorlage von Rechnungen und Zahlungsbelegen nicht erforderlich. Bei einer Überprüfung vor Ort sind die Original-Unterlagen jedoch vorzuhalten.

Ja. Teilzahlungen sind i.d.R. ab einem Auszahlungsbetrag von 1.000,00 EUR möglich, wenn für in sich inhaltlich abgeschlossene Weiterbildungsmodule Teilrechnungen gestellt und bezahlt wurden. Für Studiengänge ist eine Zwischenabrechnung ebenfalls möglich, soweit nachweislich die Inhalte des bewilligten Semesters vollständig abgeschlossen wurden und eine eindeutige Zuordnung der Gebühren zu den abgerechneten Teilleistungen möglich ist.

Hierfür nutzen Sie das Formular „Auszahlungsantrag“, das Ihrem Zuwendungsbescheid beigefügt wurde bzw. im Downloadbereich zur Verfügung steht. Bitte bedenken Sie, dass uns grundsätzlich keine Rechnungen zu Abrechnung vorzulegen sind. Um auch ohne Rechnungslegung einen abrechenbaren Teilauszahlungsbetrag ermitteln zu können sind ggf. weiterführende Unterlagen erforderlich, sofern die Kostenpositionen nicht eindeutig aus dem Antrag zugrunde liegenden Angebot hervorgehen.

II. Fragen zu Lehrgangsangeboten

Grundsätzlich nein. Durch die verbindliche Anmeldung zur Teilnahme an einer Weiterbildung wurde die Maßnahme vorzeitig begonnen. Die Förderung ist somit ausgeschlossen. Es sei denn, der Weiterbildungsanbieter sieht eine kostenfreie und unbefristete Rücktrittsmöglichkeit vor.

Grundsätzlich nein. Die Antragstellung hat mindestens 6 Wochen vor dem geplanten Beginn, also der Anmeldung zum Lehrgang, zu erfolgen. Ausnahmen kann die Bewilligungsbehörde nur im begründeten Einzelfall und bei einer geringfügigen Unterschreitung der Antragsfrist zulassen.

Grundsätzlich nein. Jedoch werden z.B. Maßnahmen, mit Inhalten oder Methoden bzw. Technologien von L. Ron Hubbard bzw. Maßnahmen mit menschenverachtendem, extremistischen oder sexistischem Gedankengut nicht gefördert.

Gegebenenfalls sind besondere Zugangsberechtigungen (z.B. bei Weiterbildungsstudiengängen an Hochschulen) erforderlich. Deren Erfüllung ist mit Antragstellung nachzuweisen.

Hinweis: Die Bewilligungsstelle ist berechtigt, die tatsächliche Durchführung der bewilligten Weiterbildungsmaßnahmen auch unangemeldet vor Ort bei den Bildungsträgern zu prüfen.

Nein. Die Durchführung des Lehrgangs kann deutschlandweit erfolgen. Jegliche Weiterbildungen im Ausland (sogenannte Bildungsreisen) sind grundsätzlich von einer Förderung ausgeschlossen.
In besonders begründeten Fällen kann eine Weiterbildung im Ausland gefördert werden
a) wenn es sich dabei um ganz spezielle fachliche, technische oder wissenschaftliche Inhalte handelt für die im Inland nachweislich keine Weiterbildungsangebote verfügbar sind oder
b) wenn es sich um Weiterbildungsmodule im Ausland handelt, die in einem angemessenen Umfang im Rahmen längerer (insbesondere mehrmonatiger) inländischer Weiterbildungen stattfinden (z.B. Auslandsmodul innerhalb eines Weiterbildungsstudiengangs oder Weiterbildung zur Entwicklung interkultureller Kompetenzen).

Nein.

Nein. Bei der Förderung von Fahrtkosten zur Bildungsstätte zählt die kürzere Distanz, entweder vom Wohnort oder vom Arbeitsort. Die Entfernung ist anhand des Routenplaners google maps zu ermitteln.

Ja, jedoch mit Einschränkungen. Der Erwerb der Fahrerlaubnis für Krafträder und Kraftfahrzeuge ist von der Förderung ausgeschlossen.

Weitere Klassen der Fahrerlaubnis z.B. Klasse C oder CE sind möglich, sofern ein betriebliches Interesse besteht und die Weiterbildung zur Ausübung der momentanen Tätigkeit notwendig ist. Gesetzlich vorgeschriebene Wiederholungsprüfungen sind nicht förderfähig.

Grundsätzlich ja.

Vor Antragstellung ist zu klären, ob anderweitige Förderungen (bspw. Aufstiegs-BAföG) in Anspruch genommen werden können.
Eine Förderung über die IB kann nur dann erfolgen, wenn ein Negativbescheinigung oder Kopie des Ablehnungsbescheides vom zuständigen Amt für Ausbildungsförderung vorliegt.

Ja. Zum Zwecke der Vergleichbarkeit sollten Angebote neben den inhaltlichen Angaben mindestens Folgendes enthalten:

  • Anbieter
  • Durchführungsort
  • Dauer in Stunden bzw. Unterrichtseinheiten
  • Zeitraum
  • Preis pro Teilnehmenden.

Angebote für Gruppenschulungen sollten mindestens den Gruppenpreis sowie die zugrunde liegende Personenzahl ausweisen.

Grundsätzlich ja. Ab einem voraussichtlichen Auftragswert von 5.000,00 Euro (ohne Umsatzsteuer) sind drei Angebote einzuholen, (als Angebote gelten auch Preisinformationen aus dem Internet) Bei Weiterbildungen mit einem Auftragswert unter 5.000,00 Euro ist nur das favorisierte Angebot mit dem Antrag einzureichen.

Bei Aufträgen über 100.000 Euro je Los ohne Umsatzsteuer und einem Zuschuss von über 50 % ist die Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen (Teil A VOL) zu beachten. Spätestens im Rahmen der Vorlage eines Auszahlungsantrages muss bei Aufträgen über 100.000 Euro je Los ohne Umsatzsteuer anhand der Vergabedokumentation gem. § 20 VOL/A die Einhaltung der vergaberechtlichen Vorschriften nachgewiesen werden. Die Einholung von drei Angeboten und die „Ermittlung des wirtschaftlichsten Angebotes“ (gem. Formular im Downloadbereich) entfällt somit, sofern zum Zeitpunkt bei Antragstellung der geschätzte Auftragswert über 100.000 Euro je Los ohne Umsatzsteuer betrug.

III. Fragen zu POE-Vorhaben (Personal- und Organisationsentwicklung)

Eine Weiterbildungsmaßnahme umfasst jeden Lehrgang, der der Entwicklung und dem Erhalt betrieblich relevanter, fachlich-methodischer, sozialer und persönlicher Kompetenzen dient und die Leistungsbereitschaft und -fähigkeit unterstützt.
Eine Maßnahme zur Personal- und Organisationsentwicklung umfasst Beratungs- und Begleitleistungen zur Entwicklung und Umsetzung einer zukunftsgerechten und mitarbeiterorientierten Personalpolitik.

Nein. Das Honorar eines autorisierten Prozessberaters ist auf 1.000,00 EUR pro achtstündigen Beratertag begrenzt. Somit ist eine Überprüfung der Auswahlentscheidung hinsichtlich des Beraterhonorars entbehrlich.

Ja. Aus der Bedarfsbeschreibung sollten sich konkrete und nachprüfbare Angaben zu den Inhalten der geplanten prozessorientierten Beratungs- und Begleitleistung und den damit verfolgten unternehmerischen Zielen ergeben.

Sie sollte sich gliedern in:

I.      Ausgangssituation / Bedarf
II.     Ziele (mit Bezug zu den Zielschwerpunkten der Richtlinie)
III.    grobe inhaltliche und methodische Untersetzung (Meilensteinplanung)

Grundsätzlich ja. Gefördert werden Beratungs- und Begleitleistungen jedoch nur dann, wenn sie von Prozessberatern erbracht werden, die im Bundesprogramms unternehmensWert:Mensch registriert sind.

http://www.unternehmens-wert-mensch.de/das-programm/unser-prozessberater-pool.html

Idealerweise sollte der/die Berater/-in bereits zur Antragstellung, spätestens zur Bewilligung  ausgewählt sein. Der Beratervertrag darf aber ebenfalls erst nach der Bewilligung oder der Genehmigung eines vorzeitigen Maßnahmebeginns geschlossen werden oder muss alternativ eine kostenfreie und unbefristete Rücktrittsmöglichkeit beinhalten.

Ja, sofern sie als konzeptioneller Teil eines POE-Vorhabens erkennbar ist.

Teilnehmende i.S.d. sog. Teilnehmenden-Monitorings sind nur die unmittelbar am Beratungsprozess Beteiligten. Das sind z.B. Geschäftsführer, Personalchef, Ausbildungsleiter o.ä.

Die Beteiligung der Beschäftigten ist zusammen mit den für das Vorhaben geltenden Inhalten, dem zeitlichen Umfang der in Anspruch genommenen Beratungs- und Begleitleistungen und den in deren Umsetzung realisierten oder eingeleiteten Veränderungsprozessen im Unternehmen in einem Abschlussbericht zu dokumentieren. Als Bestandteil des Abschlussberichts sind die Tagesprotokolle der realisierten Prozessberatungstage sowie eine Liste der Beteiligten im Rahmen des Verwendungsnachweises vorzulegen. Vordrucke stehen im Downloadbereich zur Verfügung.

Im Abschlussbericht sollten Sie über die Inhalte und den zeitlichen Umfang der in Anspruch genommenen Beratungs- und Begleitleistungen und die in deren Umsetzung realisierten oder eingeleiteten Veränderungsprozesse im Unternehmen berichten. Dabei ist auch die Beteiligung der Beschäftigten an den Organisationsentwicklungsprozessen darzustellen.

Dabei sollten Sie auf folgende Punkte eingehen:

I.     Zusammenfassende Beschreibung des Vorgehens
II.    Ergebnisse und Wirkungen (mit Beispielen untersetzt)
III.   Aussage zur Nachhaltigkeit und zur weiteren Planung

Stand: 08.11.2019

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