Hotline (kostenfrei)

Sachsen-Anhalt WEITERBILDUNG DIREKT
Zuschuss für die individuelle berufsbezogene Weiterbildung und zum Erwerb von Zusatzqualifikationen für Auszubildende und Schülerinnen/Schüler an Berufsfachschulen

Wissen mehren, Fähigkeiten erweitern, Kompetenzen entwickeln. Dieses Programm für die  individuelle berufliche Qualifizierung und ausbildungs- oder schulbegleitende Lehrgänge hilft, berufliche Träume zu verwirklichen.

Wer wird gefördert?

Weiterbildungen

  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einem durchschnittlichen monatlichen Bruttogehalt unter 4.575 Euro
  • Arbeitslose ohne Anspruch auf Leistungen nach SGB II bzw. SGB III

Zusatzqualifikationen

  • volljährige Auszubildende in betrieblichen Ausbildungsverhältnissen
  • volljährige Schülerinnen und Schüler in schulischen Berufsausbildungsgängen an Berufsfachschulen

Was wird gefördert?

Weiterbildungen

  • Teilnahme an Maßnahmen zur individuellen berufsbezogenen Weiterbildung (Seminare, Kurse, Coaching, Weiterbildungsstudiengänge)
  • nur Maßnahmen mit Gesamtkosten von mehr als 1.000 Euro
  • Fördermöglichkeit von Maßnahmen mit Gesamtkosten unter 1.000 Euro: Bildungsprämie des Bundes, mehr Informationen finden Sie hier

Zusatzqualifikationen

  • Teilnahme an ausbildungs- oder schulbegleitenden Lehrgängen, insbesondere mit folgenden inhaltlichen Schwerpunkten

    • berufsspezifische und berufsübergreifende Spezialisierung

    • IT-Kompetenzen

    • betriebswirtschaftliche Kompetenzen

    • Fremdsprachen

    • sozial-kommunikative und interkulturelle Kompetenzen

  • nur Maßnahmen mit Gesamtkosten ab 500 Euro

Ihre Vorteile

Weiterbildungen

  • Zuschuss
    • bis 90 % bei monatl. Bruttogehalt unter 1.500 Euro
    • bis 80 % für Personen aus einer der folgenden Gruppen: monatl. Bruttogehalt unter 2.500 Euro, Personen ab 45 Jahren, befristet oder geringfügig Beschäftigte, Teilzeitbeschäftigte unter 30 Stunden,     Leiharbeiterinnen und -arbeiter, Berufsrückkehrende, Alleinerziehende oder Arbeitslose ohne Leistungsbezug, Menschen mit anerkanntem Grad einer Behinderung
    • bis 60 % für alle anderen Berechtigten

Zusatzqualifikationen

  • Zuschuss bis zu 90 % der Gesamtkosten

Was Sie beachten sollten

  • die Zuwendungen sind mindestens sechs Kalenderwochen vor dem geplanten Projektbeginn (Anmeldung zur Weiterbildung) schriftlich und formgebunden zu beantragen

Antworten auf Ihre Fragen zu Sachsen-Anhalt WEITERBILDUNG DIREKT

1. 1. Ist eine Arbeitssuchend-Meldung – zum Beispiel bei Auslaufen eines befristeten Arbeitsvertrages oder aufgrund einer Kündigung – ein Ausschlusskriterium für eine mögliche Förderung?

Ob eine Förderung gewährt wird oder nicht, ist grundsätzlich vom Zeitpunkt der Entscheidung über den Antrag abhängig. In der Regel ist das der Zeitraum zwischen Antragstellung und Versand des Zuwendungsbescheides. Sofern Sie in diesem Zeitraum in einem unbefristeten oder befristeten Arbeitsverhältnis stehen, ist dies kein Ausschlusskriterium.

1. 2. Ist eine während der geförderten Weiterbildung eintretende Arbeitslosigkeit – und in dessen Folge auch der Bezug von Leistungen nach dem SGB III oder dem SGB II (z.B. Arbeitslosengeld) – ein nachträglicher Ausschlussgrund von der Förderung?

Hierzu ist eine Entscheidung unter Berücksichtigung der Besonderheiten eines jeden Einzelfalles erforderlich. Wir empfehlen die Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Sachbearbeiter.

1.3. Kann sich eine Gehaltserhöhung während der Maßnahme negativ auf den Zuschuss auswirken?

Grundsätzlich nein.

1.4. Können auch Arbeitnehmer mit Hauptwohnsitz in Sachsen-Anhalt gefördert werden, wenn sie in einem anderen Bundesland beschäftigt sind?

Ja.

1.5. Ist Elternzeit bzw. Pflege von Angehörigen ein Ausschlusskriterium für eine Förderung?

Nein.

1.6. Ich wohne in Sachsen-Anhalt und fahre wöchentlich nach Thüringen zu meinem Arbeitgeber. Dort habe ich meinen Zweitwohnsitz angemeldet. Darf ich den Antrag stellen?

Ja. Fördervoraussetzung ist der Hauptwohnsitz in Sachsen-Anhalt.

1.7. Können sog. „Aufstocker“ eine Förderung erhalten?

Ja, wenn die Fördervoraussetzungen der Richtlinie erfüllt sind, d.h. insbesondere ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis besteht.

1.8. Können arbeitslos gemeldete Freiberufler/ Selbständige ohne Leistungsbezug gefördert werden?

Nein.

Selbständige/ Freiberufler/innen können sich unter bestimmten Voraussetzungen regulär arbeitslos melden. In diesem Fall bleiben sie jedoch weiter im Status eines Unternehmens. Wird das Gewerbe/ die Selbständigkeit/ die Freiberuflichkeit aufrechterhalten, besteht unabhängig vom Leistungsbezug die Selbständigkeit/ Freiberuflichkeit fort. Ggf. besteht eine Möglichkeit der Förderung über das Programm Sachsen-Anhalt WEITERBILDUNG BETRIEB.

1.9. Sind geschäftsführende Gesellschafter förderfähig?

Grundsätzlich ja, jedoch in Abhängigkeit von der Höhe der Beteiligung an der Gesellschaft und der Tatsache, ob ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis vorliegt. Werden Anteile am Unternehmen über die einfache Mehrheit hinaus gehalten, hat der geschäftsführende Inhaber maßgebliche Einflussmöglichkeiten und ist somit nicht förderfähig.

1.10. Ich gehe einer selbständigen Nebentätigkeit nach. Steht das einer Förderung entgegen?

Eine selbständige Nebentätigkeit kann durchaus förderschädlich sein. Hierzu ist eine Entscheidung unter Berücksichtigung der Besonderheiten eines jeden Einzelfalles erforderlich. Wir empfehlen die Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Sachbearbeiter bzw. mit den Mitarbeitern an der kostenfreien Hotline 0800/56 007 57.

1.11. Können Studenten eine Förderung erhalten?

Grundsätzlich nein.

Wenn Sie bezüglich Ihrer Einordnung als Student/in unsicher sind, empfehlen wir die Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Sachbearbeiter bzw. mit den Mitarbeitern an der kostenfreien Hotline 0800/56 007 57.

2.1. Bis wann muss ich den Antrag auf die Förderung stellen?

Der Antrag muss mindestens 6 Kalenderwochen vor der verbindlichen Anmeldung (und nicht dem ersten Weiterbildungstag) bei uns eingehen.

2.2. Besteht die Möglichkeit der Erteilung einer Genehmigung zum vorzeitigen Maßnahmebeginn?

Nein.

2.3. Ich möchte mich zu einer Weiterbildungsmaßnahme anmelden. Wann darf ich das tun?

Nach Erhalt des Zuwendungsbescheides dürfen Sie sich verbindlich anmelden. Wenn Sie sich bereits vorher unverbindlich anmelden bzw. vormerken lassen möchten, müssen Sie unbedingt darauf achten, dass Sie bis zur Bewilligung der Förderung jederzeit kostenfrei zurücktreten können.

2.4. Muss ich Angebote für die geplante Weiterbildung einholen?

Ja. Es sind 3 vergleichbare Angebote einzureichen. Die Angebote müssen inhaltlich, zeitlich und preislich vergleichbar sein. Angebote aus dem Internet sind dabei zulässig. Bitte stellen Sie die Auswahl des von Ihnen favorisierten Anbieters und die Begründung Ihrer Entscheidung im Formblatt „Ermittlung des wirtschaftlichsten Angebotes“ dar.

2.5. Was kann ich tun, wenn ich keine 3 Angebote erhalten habe?

Sollten Sie keine drei vergleichbaren Angebote einreichen können, so haben Sie Ihre Bemühungen um weitere vergleichbare Angebote schriftlich nachzuweisen.

2.6. Was ist, wenn es keine weiteren Vergleichsanbieter für die von mir gewählte Weiterbildung gibt?

Für den (unwahrscheinlichen) Fall, dass nur ein Angebot in Frage kommt und es keine vergleichbaren Angebote gibt, haben Sie dies zu begründen und ggf. nachzuweisen.

3.1. Gibt es eine Einkommensgrenze, die nicht überschritten werden darf?

Ja.

Es werden nur Personen gefördert, deren durchschnittliches monatliches Bruttoeinkommen 4.575,00 EUR nicht überschreitet.

3.2. Die Ausgaben für meinen Lehrgang betragen 610,00 EUR. Da er weit entfernt von meinem Wohnort stattfindet, habe ich erhebliche Fahrt- und Übernachtungskosten. Werden die Reisekosten für die Erreichung der Mindestausgaben in Höhe von 1.000,00 EUR berücksichtigt?

Nein.

Eine Förderung kann nur gewährt werden, wenn die Teilnahme- und Prüfungsgebühren inkl. der Ausgaben für Prüfungsstücke und Abschlussarbeiten mehr als 1.000,00 EUR betragen. Für Auszubildende und Schülerinnen und Schüler an Berufsfachschulen betragen die Mindestausgaben der Zusatzqualifikation 500 EUR (siehe auch 6.). Fahrt- und Übernachtungskosten bleiben hier unberücksichtigt.

Eine Förderung im geschilderten Beispiel ist nicht möglich. Beachten Sie auch die Hinweise unter 5.6.

3.3. Wie und wann erhalte ich den mit Zuwendungsbescheid festgelegten Zuschuss? Wie erfolgt die Abrechnung der Weiterbildungskosten?

Der genehmigte Zuschuss wird grundsätzlich nach Beendigung der Weiterbildungsmaßnahme im Erstattungsprinzip ausgezahlt. Zur Abrechnung der Maßnahme und Beantragung der Auszahlung nutzen Sie das Formular „Verwendungsnachweis“, das Ihrem Zuwendungsbescheid beigefügt wurde bzw. im Downloadbereich zur Verfügung steht. Diesem Verwendungsnachweis fügen Sie die Rechnungen sowie die Zahlungsnachweise (Kontoauszüge) im Original sowie die Teilnahmenachweise und Kopien der Zeugnisse, Zertifikate oder Bescheinigungen vom Bildungsanbieter sowie den Teilnehmer/innen-Fragebogen zum Austritt bei. Für Fahrt und Übernachtungskosten ist die Vorlage von Rechnungen und Zahlungsbelegen nicht erforderlich.

3.4. Sind Zwischenabrechnungen der Weiterbildungskosten möglich?

Ja.

Teilzahlungen sind i.d.R. ab einem Auszahlungsbetrag von 1.000,00 EUR möglich, wenn für in sich inhaltlich abgeschlossene Weiterbildungsmodule Teilrechnungen gestellt und bezahlt wurden. Für Studiengänge ist eine Zwischenabrechnung ebenfalls möglich, soweit nachweislich die Inhalte des bewilligten Semesters vollständig abgeschlossen wurden und eine eindeutige Zuordnung der Gebühren zu den abgerechneten Teilleistungen möglich ist. Bei Zusatzqualifikationen für Auszubildende und Schülerinnen und Schüler an Berufsfachschulen gilt eine Mindesthöhe für Teilzahlungen von 500,00 EUR (siehe auch 6.). Hierfür nutzen Sie das Formular „Auszahlungsantrag“, das Ihrem Zuwendungsbescheid beigefügt wurde bzw. im Downloadbereich zur Verfügung steht. Diesem Auszahlungsantrag fügen Sie die (Teil-)Rechnungen und Zahlungsnachweise (Kontoauszüge) im Original sowie die Teilnahmenachweise und die Kopien der Zeugnisse, Zertifikate oder Bescheinigungen vom Bildungsanbieter für die bisher inhaltlich abgeschlossenen Weiterbildungsmodule / Zusatzqualifikationen bei.

3.5. Besteht die Möglichkeit, für die Weiterbildungskosten einen finanziellen Vorschuss bei der Investitionsbank zu beantragen?

Nein.

3.6. Kann ich den Zuschuss für die geförderte Weiterbildung an den Weiterbildungsanbieter abtreten?

Nein.

3.7. Kann eine andere Person die Weiterbildungskosten für mich bezahlen?

Die Bezahlung der Weiterbildungskosten muss grundsätzlich nachweislich durch den Zuwendungsempfänger erfolgen.

3.8. Ist die Abrechnung der geförderten Weiterbildungskosten bei der Investitionsbank an eine Frist oder bestimmten Stichtag gebunden?

Der Verwendungsnachweis ist innerhalb von einem Monat nach Ende des Bewilligungszeitraumes einzureichen (wird im Zuwendungsbescheid festgelegt – i.d.R. 2 Monate nach Beendigung der Weiterbildung).

3.9. Mein Arbeitgeber würde gern den von mir zu zahlenden Eigenanteil nach erfolgreichem Abschluss der Maßnahme übernehmen. Wie wirkt sich dies auf die Förderung aus?

Jegliche finanzielle Beteiligung des Arbeitgebers (z.B. durch Übernahme des Eigenanteils oder Zahlung der Lehrgangsrechnung, Gewährung eines Arbeitgeberdarlehens für die Weiterbildungskosten) ist förderschädlich! Auch eine Anmeldung zur Teilnahme durch den Arbeitgeber sowie Durchführung und Vermittlung von Weiterbildungsinhalten durch den Arbeitgeber steht einer Förderung entgegen.

4.1. Woher bekomme ich Informationen, ob meine Weiterbildung über Sachsen-Anhalt WEITERBILDUNG DIREKT oder über das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (Meister-BaföG) gefördert werden kann?

Wir empfehlen die Kontaktaufnahme mit dem Amt für Ausbildungsförderung beim zuständigen Landkreis, um die Fördermöglichkeit nach Meister-BaföG zu erfragen. Maßnahmen, die über Meister-BaföG förderfähig sind, scheiden bei Sachsen-Anhalt Weiterbildung DIREKT grundsätzlich aus.

4.2. Setzt die Förderung meiner beruflichen Weiterbildung eine bestimmte Mindestqualifikation voraus?

Ja.

Sie benötigen einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss. Das kann sowohl ein Berufsabschluss sein, der im Rahmen einer betrieblichen oder vollzeitschulischen Ausbildung erworben worden ist oder ein erster akademischer Grad. Auch eine mindestens dreijährige Erfahrung in einer un- oder angelernten Tätigkeit kann als Voraussetzung anerkannt werden. Diese kann als erfüllt angesehen werden, wenn die konkrete Tätigkeit vor der Antragstellung ununterbrochen drei Jahre lang mit mindestens 50 v.H. der regulären Arbeitszeit (i.d.R. 40 h/Woche) ausgeübt wurde oder wenn die konkrete Tätigkeit im Falle einer oder mehrerer Unterbrechungen innerhalb eines Zeitraumes von maximal fünf Jahren mit mindestens 50 v.H. der regulären Arbeitszeit in diesem Zeitraum entspricht.

Zu Besonderheiten für Auszubildende und Schülerinnen und Schüler an Berufsfachschulen beachten Sie die Ausführungen unter 6.

4.3. Können auch Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit gefördert werden?

Ja.

Für die Antragstellung ist die Vorlage eines Identifikationsdokumentes (z.B. Reisepass), der Nachweis über den Hauptwohnsitz in Sachsen-Anhalt (z.B. durch Meldebescheinigung) und der Nachweis eines Arbeitsverhältnisses in Deutschland (ggf. zusätzlich Arbeitserlaubnis) erforderlich. Die deutsche Staatsbürgerschaft ist dagegen keine Fördervoraussetzung.

4.4. Ist eine während der geförderten Weiterbildung eintretende Elternzeit ein nachträglicher Ausschlussgrund von der Förderung?

Nein.

Wird jedoch die Weiterbildung aufgrund der Elternzeit abgebrochen, ist eine Entscheidung im Einzelfall zu treffen. Für bereits absolvierte und inhaltlich abgeschlossene Weiterbildungsteile (Module), für die Qualifikations- und Ausgabennachweise erbracht wurden, kann die Zuwendung (anteilig) belassen werden. (vgl. auch Frage 5.7)

4.5. Ich leiste gerade meinen Bundesfreiwilligendienst. Ist währenddessen eine Förderung möglich?

Ja.

Mit Blick auf die Zielstellung der Richtlinie, den Erhalt und die Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit bzw. den Zugang zu Beschäftigung zu verbessern, möchte das Land Sachsen-Anhalt die Bundesfreiwilligendienstleistenden bei der beruflichen Weiterbildung unterstützen. Voraussetzung ist auch in diesen Fällen das Vorliegen eines ersten berufsqualifizierenden Abschlusses (vgl. auch Frage 4.2.).

5.1. Ist die Auswahl der Bildungsanbieter und derer Bildungsangebote durch bestimmte Auswahlkriterien (z.B. Zulassungen, Zertifizierungen, Akkreditierung) eingeschränkt?

Grundsätzlich nein. Jedoch werden z.B. Maßnahmen, mit Inhalten oder Methoden bzw. Technologien von L. Ron Hubbard bzw. Maßnahmen mit menschenverachtendem, extremistischen oder sexistischem Gedankengut nicht gefördert. Gegebenenfalls sind besondere Zugangsberechtigungen (z.B. bei Weiterbildungsstudiengängen an Hochschulen) erforderlich.

Hinweis:

Die Bewilligungsstelle ist berechtigt, die tatsächliche Durchführung der bewilligten Weiterbildungsmaßnahmen auch unangemeldet vor Ort bei den Bildungsträgern zu prüfen.

5.2. Welche Maßnahmen sind grundsätzlich nicht förderfähig?

Wiederkehrende berufliche Qualifizierungen, wenn diese durch Rechtsvorschriften der EU, des Bundes oder des Landes Sachsen-Anhalt verbindlich vorgeschrieben sind; Maßnahmen, die nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (Meister-BaföG) förderfähig sind; Maßnahmen zur individuellen Gesundheitsprävention; der Erwerb der Fahrerlaubnis aller Klassen; die Teilnahme an Tagungen, Kongressen oder Bildungsreisen sind nicht förderfähig.

5.3. Ist eine Weiterbildung ebenfalls förderfähig , wenn sie in Vollzeit stattfindet?

Ja.

Die Weiterbildungen können sowohl als berufsbegleitende Weiterbildungen in Teilzeit als auch als Vollzeitmaßnahmen gefördert werden.

5.4. Ist eine Weiterbildung im Ausland förderfähig?

Es gibt einen Förderausschluss für Bildungsreisen. Dazu zählen neben Sprachreisen grundsätzlich auch alle sonstigen Weiterbildungsangebote, für die eine Durchführung im Ausland vorgesehen ist.

5.5. Gibt es eine zeitliche Untergrenze für förderfähige Weiterbildungen?

Nein.

5.6. Lehrgangsausgaben sind erst ab Weiterbildungsausgaben von mehr als 1.000,00 EUR förderfähig. Können zur Erreichung dieser Untergrenze auch mehrere Module / Weiterbildungen zusammengefasst werden?

Es ist möglich, mehrere Module bzw. einzelne Weiterbildungsmaßnahmen zusammenzufassen, um die erforderliche Untergrenze zu erreichen. Maßgeblich ist, dass die einzelnen Weiterbildungsmaßnahmen auf ein Bildungsziel ausgerichtet sind. Wenn Sie hinsichtlich der Bewertung unsicher sind, lassen Sie sich bitte beraten!

5.7. Führt ein vorzeitiger Abbruch der Weiterbildung z.B. aus gesundheitlichen oder sonstigen persönlichen Gründen zu einem nachträglichen Förderausschluss?

Für bereits absolvierte und inhaltlich abgeschlossene Weiterbildungsteile (Module), für die Qualifikations- und Ausgabennachweise erbracht wurden, kann die Zuwendung (anteilig) belassen werden.

5.8. Ich habe die Prüfung zu meiner Weiterbildung nicht bestanden. Führt das zu einem nachträglichen Förderausschluss?

Auf das Bestehen oder Nichtbestehen einer Prüfung kommt es grundsätzlich nicht an. Für bereits absolvierte und inhaltlich abgeschlossene Weiterbildungsteile (Module), für die Qualifikations- und Ausgabennachweise erbracht wurden, kann die Zuwendung (anteilig) belassen werden (vgl. auch Frage 5.7.).

5.9. Ich benötige für die Weiterbildung spezielle Fachliteratur. Wird diese auch gefördert?

Nein.

Zuwendungsfähig sind nur die Ausgaben für Teilnahme und Prüfungsgebühren einschließlich der Ausgaben für notwendige Prüfungsstücke und Abschlussarbeiten. Dazu gehören auch die vom Weiterbildungsanbieter zur Verfügung gestellten Lehrgangsdokumentationen, Unterrichtsmaterialien und Skripte. Fachbücher und – zeitschriften dagegen, die Sie separat beschaffen, sind nicht zuwendungsfähig.

6.1. Wer darf die Zusatzqualifikation beantragen?

Volljährige Auszubildende in betrieblichen Ausbildungsverhältnissen, die ihre Ausbildungsstätte in Sachsen-Anhalt haben und volljährige Schüler und Schülerinnen in schulischen Berufsausbildungsgängen an Berufsfachschulen in Sachsen-Anhalt

6.2. Welche Zusatzqualifikationen sind förderfähig?

Förderfähig sind u.a. Lehrgänge mit folgenden Schwerpunkten:

  • berufsspezifische und berufsübergreifende Spezialisierungen
  • IT Kompetenzen
  • betriebswirtschaftliche Kompetenzen
  • Fremdsprachen
  • sozial-kommunikative und interkulturelle Kompetenzen

6.3. Ist die Auswahl der Bildungsanbieter und deren Bildungsangebote durch bestimmte Auswahlkriterien (z.B. Zulassungen, Zertifizierungen, Akkreditierung) eingeschränkt?

Ja.

Zusatzqualifikationen werden nur gefördert bei Bildungsträgern oder überbetriebliche Bildungsstätten. Fremdsprachenkurse werden nur an anerkannten Sprachschulen oder öffentlichen Einrichtungen gefördert.

6.4. Muss ich meinen Ausbildungsbetrieb oder meine Berufsfachschule über die Beantragung dieser Zusatzqualifikation informieren?

Ja.

Voraussetzung ist eine Bestätigung des Ausbildungsbetriebes oder der Berufsfachschule. Hierzu nutzen Sie bitte die entsprechenden Formblätter im Downloadbereich.

6.5. Welche Untergrenze dürfen die Ausgaben für Zusatzqualifikationen nicht unterschreiten?

Die zuwendungsfähigen Ausgaben für die Zusatzqualifikation müssen mindestens 500,00 EUR betragen.

6.6. Ist der Erwerb des Führerscheines der Klasse T (oder sonstige) förderfähig?

Nein.

ÜBERSICHT

Wer wird gefördert?

Weiterbildungen

  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einem durchschnittlichen monatlichen Bruttogehalt unter 4.575 Euro
  • Arbeitslose ohne Anspruch auf Leistungen nach SGB II bzw. SGB III

Zusatzqualifikationen

  • volljährige Auszubildende in betrieblichen Ausbildungsverhältnissen
  • volljährige Schülerinnen und Schüler in schulischen Berufsausbildungsgängen an Berufsfachschulen

Was wird gefördert?

Weiterbildungen

  • Teilnahme an Maßnahmen zur individuellen berufsbezogenen Weiterbildung (Seminare, Kurse, Coaching, Weiterbildungsstudiengänge)
  • nur Maßnahmen mit Gesamtkosten von mehr als 1.000 Euro
  • Fördermöglichkeit von Maßnahmen mit Gesamtkosten unter 1.000 Euro: Bildungsprämie des Bundes, mehr Informationen finden Sie hier

Zusatzqualifikationen

  • Teilnahme an ausbildungs- oder schulbegleitenden Lehrgängen, insbesondere mit folgenden inhaltlichen Schwerpunkten

    • berufsspezifische und berufsübergreifende Spezialisierung

    • IT-Kompetenzen

    • betriebswirtschaftliche Kompetenzen

    • Fremdsprachen

    • sozial-kommunikative und interkulturelle Kompetenzen

  • nur Maßnahmen mit Gesamtkosten ab 500 Euro

Ihre Vorteile

Weiterbildungen

  • Zuschuss
    • bis 90 % bei monatl. Bruttogehalt unter 1.500 Euro
    • bis 80 % für Personen aus einer der folgenden Gruppen: monatl. Bruttogehalt unter 2.500 Euro, Personen ab 45 Jahren, befristet oder geringfügig Beschäftigte, Teilzeitbeschäftigte unter 30 Stunden,     Leiharbeiterinnen und -arbeiter, Berufsrückkehrende, Alleinerziehende oder Arbeitslose ohne Leistungsbezug, Menschen mit anerkanntem Grad einer Behinderung
    • bis 60 % für alle anderen Berechtigten

Zusatzqualifikationen

  • Zuschuss bis zu 90 % der Gesamtkosten

Was Sie beachten sollten

  • die Zuwendungen sind mindestens sechs Kalenderwochen vor dem geplanten Projektbeginn (Anmeldung zur Weiterbildung) schriftlich und formgebunden zu beantragen

FAQ

Antworten auf Ihre Fragen zu Sachsen-Anhalt WEITERBILDUNG DIREKT

1. 1. Ist eine Arbeitssuchend-Meldung – zum Beispiel bei Auslaufen eines befristeten Arbeitsvertrages oder aufgrund einer Kündigung – ein Ausschlusskriterium für eine mögliche Förderung?

Ob eine Förderung gewährt wird oder nicht, ist grundsätzlich vom Zeitpunkt der Entscheidung über den Antrag abhängig. In der Regel ist das der Zeitraum zwischen Antragstellung und Versand des Zuwendungsbescheides. Sofern Sie in diesem Zeitraum in einem unbefristeten oder befristeten Arbeitsverhältnis stehen, ist dies kein Ausschlusskriterium.

1. 2. Ist eine während der geförderten Weiterbildung eintretende Arbeitslosigkeit – und in dessen Folge auch der Bezug von Leistungen nach dem SGB III oder dem SGB II (z.B. Arbeitslosengeld) – ein nachträglicher Ausschlussgrund von der Förderung?

Hierzu ist eine Entscheidung unter Berücksichtigung der Besonderheiten eines jeden Einzelfalles erforderlich. Wir empfehlen die Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Sachbearbeiter.

1.3. Kann sich eine Gehaltserhöhung während der Maßnahme negativ auf den Zuschuss auswirken?

Grundsätzlich nein.

1.4. Können auch Arbeitnehmer mit Hauptwohnsitz in Sachsen-Anhalt gefördert werden, wenn sie in einem anderen Bundesland beschäftigt sind?

Ja.

1.5. Ist Elternzeit bzw. Pflege von Angehörigen ein Ausschlusskriterium für eine Förderung?

Nein.

1.6. Ich wohne in Sachsen-Anhalt und fahre wöchentlich nach Thüringen zu meinem Arbeitgeber. Dort habe ich meinen Zweitwohnsitz angemeldet. Darf ich den Antrag stellen?

Ja. Fördervoraussetzung ist der Hauptwohnsitz in Sachsen-Anhalt.

1.7. Können sog. „Aufstocker“ eine Förderung erhalten?

Ja, wenn die Fördervoraussetzungen der Richtlinie erfüllt sind, d.h. insbesondere ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis besteht.

1.8. Können arbeitslos gemeldete Freiberufler/ Selbständige ohne Leistungsbezug gefördert werden?

Nein.

Selbständige/ Freiberufler/innen können sich unter bestimmten Voraussetzungen regulär arbeitslos melden. In diesem Fall bleiben sie jedoch weiter im Status eines Unternehmens. Wird das Gewerbe/ die Selbständigkeit/ die Freiberuflichkeit aufrechterhalten, besteht unabhängig vom Leistungsbezug die Selbständigkeit/ Freiberuflichkeit fort. Ggf. besteht eine Möglichkeit der Förderung über das Programm Sachsen-Anhalt WEITERBILDUNG BETRIEB.

1.9. Sind geschäftsführende Gesellschafter förderfähig?

Grundsätzlich ja, jedoch in Abhängigkeit von der Höhe der Beteiligung an der Gesellschaft und der Tatsache, ob ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis vorliegt. Werden Anteile am Unternehmen über die einfache Mehrheit hinaus gehalten, hat der geschäftsführende Inhaber maßgebliche Einflussmöglichkeiten und ist somit nicht förderfähig.

1.10. Ich gehe einer selbständigen Nebentätigkeit nach. Steht das einer Förderung entgegen?

Eine selbständige Nebentätigkeit kann durchaus förderschädlich sein. Hierzu ist eine Entscheidung unter Berücksichtigung der Besonderheiten eines jeden Einzelfalles erforderlich. Wir empfehlen die Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Sachbearbeiter bzw. mit den Mitarbeitern an der kostenfreien Hotline 0800/56 007 57.

1.11. Können Studenten eine Förderung erhalten?

Grundsätzlich nein.

Wenn Sie bezüglich Ihrer Einordnung als Student/in unsicher sind, empfehlen wir die Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Sachbearbeiter bzw. mit den Mitarbeitern an der kostenfreien Hotline 0800/56 007 57.

2.1. Bis wann muss ich den Antrag auf die Förderung stellen?

Der Antrag muss mindestens 6 Kalenderwochen vor der verbindlichen Anmeldung (und nicht dem ersten Weiterbildungstag) bei uns eingehen.

2.2. Besteht die Möglichkeit der Erteilung einer Genehmigung zum vorzeitigen Maßnahmebeginn?

Nein.

2.3. Ich möchte mich zu einer Weiterbildungsmaßnahme anmelden. Wann darf ich das tun?

Nach Erhalt des Zuwendungsbescheides dürfen Sie sich verbindlich anmelden. Wenn Sie sich bereits vorher unverbindlich anmelden bzw. vormerken lassen möchten, müssen Sie unbedingt darauf achten, dass Sie bis zur Bewilligung der Förderung jederzeit kostenfrei zurücktreten können.

2.4. Muss ich Angebote für die geplante Weiterbildung einholen?

Ja. Es sind 3 vergleichbare Angebote einzureichen. Die Angebote müssen inhaltlich, zeitlich und preislich vergleichbar sein. Angebote aus dem Internet sind dabei zulässig. Bitte stellen Sie die Auswahl des von Ihnen favorisierten Anbieters und die Begründung Ihrer Entscheidung im Formblatt „Ermittlung des wirtschaftlichsten Angebotes“ dar.

2.5. Was kann ich tun, wenn ich keine 3 Angebote erhalten habe?

Sollten Sie keine drei vergleichbaren Angebote einreichen können, so haben Sie Ihre Bemühungen um weitere vergleichbare Angebote schriftlich nachzuweisen.

2.6. Was ist, wenn es keine weiteren Vergleichsanbieter für die von mir gewählte Weiterbildung gibt?

Für den (unwahrscheinlichen) Fall, dass nur ein Angebot in Frage kommt und es keine vergleichbaren Angebote gibt, haben Sie dies zu begründen und ggf. nachzuweisen.

3.1. Gibt es eine Einkommensgrenze, die nicht überschritten werden darf?

Ja.

Es werden nur Personen gefördert, deren durchschnittliches monatliches Bruttoeinkommen 4.575,00 EUR nicht überschreitet.

3.2. Die Ausgaben für meinen Lehrgang betragen 610,00 EUR. Da er weit entfernt von meinem Wohnort stattfindet, habe ich erhebliche Fahrt- und Übernachtungskosten. Werden die Reisekosten für die Erreichung der Mindestausgaben in Höhe von 1.000,00 EUR berücksichtigt?

Nein.

Eine Förderung kann nur gewährt werden, wenn die Teilnahme- und Prüfungsgebühren inkl. der Ausgaben für Prüfungsstücke und Abschlussarbeiten mehr als 1.000,00 EUR betragen. Für Auszubildende und Schülerinnen und Schüler an Berufsfachschulen betragen die Mindestausgaben der Zusatzqualifikation 500 EUR (siehe auch 6.). Fahrt- und Übernachtungskosten bleiben hier unberücksichtigt.

Eine Förderung im geschilderten Beispiel ist nicht möglich. Beachten Sie auch die Hinweise unter 5.6.

3.3. Wie und wann erhalte ich den mit Zuwendungsbescheid festgelegten Zuschuss? Wie erfolgt die Abrechnung der Weiterbildungskosten?

Der genehmigte Zuschuss wird grundsätzlich nach Beendigung der Weiterbildungsmaßnahme im Erstattungsprinzip ausgezahlt. Zur Abrechnung der Maßnahme und Beantragung der Auszahlung nutzen Sie das Formular „Verwendungsnachweis“, das Ihrem Zuwendungsbescheid beigefügt wurde bzw. im Downloadbereich zur Verfügung steht. Diesem Verwendungsnachweis fügen Sie die Rechnungen sowie die Zahlungsnachweise (Kontoauszüge) im Original sowie die Teilnahmenachweise und Kopien der Zeugnisse, Zertifikate oder Bescheinigungen vom Bildungsanbieter sowie den Teilnehmer/innen-Fragebogen zum Austritt bei. Für Fahrt und Übernachtungskosten ist die Vorlage von Rechnungen und Zahlungsbelegen nicht erforderlich.

3.4. Sind Zwischenabrechnungen der Weiterbildungskosten möglich?

Ja.

Teilzahlungen sind i.d.R. ab einem Auszahlungsbetrag von 1.000,00 EUR möglich, wenn für in sich inhaltlich abgeschlossene Weiterbildungsmodule Teilrechnungen gestellt und bezahlt wurden. Für Studiengänge ist eine Zwischenabrechnung ebenfalls möglich, soweit nachweislich die Inhalte des bewilligten Semesters vollständig abgeschlossen wurden und eine eindeutige Zuordnung der Gebühren zu den abgerechneten Teilleistungen möglich ist. Bei Zusatzqualifikationen für Auszubildende und Schülerinnen und Schüler an Berufsfachschulen gilt eine Mindesthöhe für Teilzahlungen von 500,00 EUR (siehe auch 6.). Hierfür nutzen Sie das Formular „Auszahlungsantrag“, das Ihrem Zuwendungsbescheid beigefügt wurde bzw. im Downloadbereich zur Verfügung steht. Diesem Auszahlungsantrag fügen Sie die (Teil-)Rechnungen und Zahlungsnachweise (Kontoauszüge) im Original sowie die Teilnahmenachweise und die Kopien der Zeugnisse, Zertifikate oder Bescheinigungen vom Bildungsanbieter für die bisher inhaltlich abgeschlossenen Weiterbildungsmodule / Zusatzqualifikationen bei.

3.5. Besteht die Möglichkeit, für die Weiterbildungskosten einen finanziellen Vorschuss bei der Investitionsbank zu beantragen?

Nein.

3.6. Kann ich den Zuschuss für die geförderte Weiterbildung an den Weiterbildungsanbieter abtreten?

Nein.

3.7. Kann eine andere Person die Weiterbildungskosten für mich bezahlen?

Die Bezahlung der Weiterbildungskosten muss grundsätzlich nachweislich durch den Zuwendungsempfänger erfolgen.

3.8. Ist die Abrechnung der geförderten Weiterbildungskosten bei der Investitionsbank an eine Frist oder bestimmten Stichtag gebunden?

Der Verwendungsnachweis ist innerhalb von einem Monat nach Ende des Bewilligungszeitraumes einzureichen (wird im Zuwendungsbescheid festgelegt – i.d.R. 2 Monate nach Beendigung der Weiterbildung).

3.9. Mein Arbeitgeber würde gern den von mir zu zahlenden Eigenanteil nach erfolgreichem Abschluss der Maßnahme übernehmen. Wie wirkt sich dies auf die Förderung aus?

Jegliche finanzielle Beteiligung des Arbeitgebers (z.B. durch Übernahme des Eigenanteils oder Zahlung der Lehrgangsrechnung, Gewährung eines Arbeitgeberdarlehens für die Weiterbildungskosten) ist förderschädlich! Auch eine Anmeldung zur Teilnahme durch den Arbeitgeber sowie Durchführung und Vermittlung von Weiterbildungsinhalten durch den Arbeitgeber steht einer Förderung entgegen.

4.1. Woher bekomme ich Informationen, ob meine Weiterbildung über Sachsen-Anhalt WEITERBILDUNG DIREKT oder über das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (Meister-BaföG) gefördert werden kann?

Wir empfehlen die Kontaktaufnahme mit dem Amt für Ausbildungsförderung beim zuständigen Landkreis, um die Fördermöglichkeit nach Meister-BaföG zu erfragen. Maßnahmen, die über Meister-BaföG förderfähig sind, scheiden bei Sachsen-Anhalt Weiterbildung DIREKT grundsätzlich aus.

4.2. Setzt die Förderung meiner beruflichen Weiterbildung eine bestimmte Mindestqualifikation voraus?

Ja.

Sie benötigen einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss. Das kann sowohl ein Berufsabschluss sein, der im Rahmen einer betrieblichen oder vollzeitschulischen Ausbildung erworben worden ist oder ein erster akademischer Grad. Auch eine mindestens dreijährige Erfahrung in einer un- oder angelernten Tätigkeit kann als Voraussetzung anerkannt werden. Diese kann als erfüllt angesehen werden, wenn die konkrete Tätigkeit vor der Antragstellung ununterbrochen drei Jahre lang mit mindestens 50 v.H. der regulären Arbeitszeit (i.d.R. 40 h/Woche) ausgeübt wurde oder wenn die konkrete Tätigkeit im Falle einer oder mehrerer Unterbrechungen innerhalb eines Zeitraumes von maximal fünf Jahren mit mindestens 50 v.H. der regulären Arbeitszeit in diesem Zeitraum entspricht.

Zu Besonderheiten für Auszubildende und Schülerinnen und Schüler an Berufsfachschulen beachten Sie die Ausführungen unter 6.

4.3. Können auch Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit gefördert werden?

Ja.

Für die Antragstellung ist die Vorlage eines Identifikationsdokumentes (z.B. Reisepass), der Nachweis über den Hauptwohnsitz in Sachsen-Anhalt (z.B. durch Meldebescheinigung) und der Nachweis eines Arbeitsverhältnisses in Deutschland (ggf. zusätzlich Arbeitserlaubnis) erforderlich. Die deutsche Staatsbürgerschaft ist dagegen keine Fördervoraussetzung.

4.4. Ist eine während der geförderten Weiterbildung eintretende Elternzeit ein nachträglicher Ausschlussgrund von der Förderung?

Nein.

Wird jedoch die Weiterbildung aufgrund der Elternzeit abgebrochen, ist eine Entscheidung im Einzelfall zu treffen. Für bereits absolvierte und inhaltlich abgeschlossene Weiterbildungsteile (Module), für die Qualifikations- und Ausgabennachweise erbracht wurden, kann die Zuwendung (anteilig) belassen werden. (vgl. auch Frage 5.7)

4.5. Ich leiste gerade meinen Bundesfreiwilligendienst. Ist währenddessen eine Förderung möglich?

Ja.

Mit Blick auf die Zielstellung der Richtlinie, den Erhalt und die Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit bzw. den Zugang zu Beschäftigung zu verbessern, möchte das Land Sachsen-Anhalt die Bundesfreiwilligendienstleistenden bei der beruflichen Weiterbildung unterstützen. Voraussetzung ist auch in diesen Fällen das Vorliegen eines ersten berufsqualifizierenden Abschlusses (vgl. auch Frage 4.2.).

5.1. Ist die Auswahl der Bildungsanbieter und derer Bildungsangebote durch bestimmte Auswahlkriterien (z.B. Zulassungen, Zertifizierungen, Akkreditierung) eingeschränkt?

Grundsätzlich nein. Jedoch werden z.B. Maßnahmen, mit Inhalten oder Methoden bzw. Technologien von L. Ron Hubbard bzw. Maßnahmen mit menschenverachtendem, extremistischen oder sexistischem Gedankengut nicht gefördert. Gegebenenfalls sind besondere Zugangsberechtigungen (z.B. bei Weiterbildungsstudiengängen an Hochschulen) erforderlich.

Hinweis:

Die Bewilligungsstelle ist berechtigt, die tatsächliche Durchführung der bewilligten Weiterbildungsmaßnahmen auch unangemeldet vor Ort bei den Bildungsträgern zu prüfen.

5.2. Welche Maßnahmen sind grundsätzlich nicht förderfähig?

Wiederkehrende berufliche Qualifizierungen, wenn diese durch Rechtsvorschriften der EU, des Bundes oder des Landes Sachsen-Anhalt verbindlich vorgeschrieben sind; Maßnahmen, die nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (Meister-BaföG) förderfähig sind; Maßnahmen zur individuellen Gesundheitsprävention; der Erwerb der Fahrerlaubnis aller Klassen; die Teilnahme an Tagungen, Kongressen oder Bildungsreisen sind nicht förderfähig.

5.3. Ist eine Weiterbildung ebenfalls förderfähig , wenn sie in Vollzeit stattfindet?

Ja.

Die Weiterbildungen können sowohl als berufsbegleitende Weiterbildungen in Teilzeit als auch als Vollzeitmaßnahmen gefördert werden.

5.4. Ist eine Weiterbildung im Ausland förderfähig?

Es gibt einen Förderausschluss für Bildungsreisen. Dazu zählen neben Sprachreisen grundsätzlich auch alle sonstigen Weiterbildungsangebote, für die eine Durchführung im Ausland vorgesehen ist.

5.5. Gibt es eine zeitliche Untergrenze für förderfähige Weiterbildungen?

Nein.

5.6. Lehrgangsausgaben sind erst ab Weiterbildungsausgaben von mehr als 1.000,00 EUR förderfähig. Können zur Erreichung dieser Untergrenze auch mehrere Module / Weiterbildungen zusammengefasst werden?

Es ist möglich, mehrere Module bzw. einzelne Weiterbildungsmaßnahmen zusammenzufassen, um die erforderliche Untergrenze zu erreichen. Maßgeblich ist, dass die einzelnen Weiterbildungsmaßnahmen auf ein Bildungsziel ausgerichtet sind. Wenn Sie hinsichtlich der Bewertung unsicher sind, lassen Sie sich bitte beraten!

5.7. Führt ein vorzeitiger Abbruch der Weiterbildung z.B. aus gesundheitlichen oder sonstigen persönlichen Gründen zu einem nachträglichen Förderausschluss?

Für bereits absolvierte und inhaltlich abgeschlossene Weiterbildungsteile (Module), für die Qualifikations- und Ausgabennachweise erbracht wurden, kann die Zuwendung (anteilig) belassen werden.

5.8. Ich habe die Prüfung zu meiner Weiterbildung nicht bestanden. Führt das zu einem nachträglichen Förderausschluss?

Auf das Bestehen oder Nichtbestehen einer Prüfung kommt es grundsätzlich nicht an. Für bereits absolvierte und inhaltlich abgeschlossene Weiterbildungsteile (Module), für die Qualifikations- und Ausgabennachweise erbracht wurden, kann die Zuwendung (anteilig) belassen werden (vgl. auch Frage 5.7.).

5.9. Ich benötige für die Weiterbildung spezielle Fachliteratur. Wird diese auch gefördert?

Nein.

Zuwendungsfähig sind nur die Ausgaben für Teilnahme und Prüfungsgebühren einschließlich der Ausgaben für notwendige Prüfungsstücke und Abschlussarbeiten. Dazu gehören auch die vom Weiterbildungsanbieter zur Verfügung gestellten Lehrgangsdokumentationen, Unterrichtsmaterialien und Skripte. Fachbücher und – zeitschriften dagegen, die Sie separat beschaffen, sind nicht zuwendungsfähig.

6.1. Wer darf die Zusatzqualifikation beantragen?

Volljährige Auszubildende in betrieblichen Ausbildungsverhältnissen, die ihre Ausbildungsstätte in Sachsen-Anhalt haben und volljährige Schüler und Schülerinnen in schulischen Berufsausbildungsgängen an Berufsfachschulen in Sachsen-Anhalt

6.2. Welche Zusatzqualifikationen sind förderfähig?

Förderfähig sind u.a. Lehrgänge mit folgenden Schwerpunkten:

  • berufsspezifische und berufsübergreifende Spezialisierungen
  • IT Kompetenzen
  • betriebswirtschaftliche Kompetenzen
  • Fremdsprachen
  • sozial-kommunikative und interkulturelle Kompetenzen

6.3. Ist die Auswahl der Bildungsanbieter und deren Bildungsangebote durch bestimmte Auswahlkriterien (z.B. Zulassungen, Zertifizierungen, Akkreditierung) eingeschränkt?

Ja.

Zusatzqualifikationen werden nur gefördert bei Bildungsträgern oder überbetriebliche Bildungsstätten. Fremdsprachenkurse werden nur an anerkannten Sprachschulen oder öffentlichen Einrichtungen gefördert.

6.4. Muss ich meinen Ausbildungsbetrieb oder meine Berufsfachschule über die Beantragung dieser Zusatzqualifikation informieren?

Ja.

Voraussetzung ist eine Bestätigung des Ausbildungsbetriebes oder der Berufsfachschule. Hierzu nutzen Sie bitte die entsprechenden Formblätter im Downloadbereich.

6.5. Welche Untergrenze dürfen die Ausgaben für Zusatzqualifikationen nicht unterschreiten?

Die zuwendungsfähigen Ausgaben für die Zusatzqualifikation müssen mindestens 500,00 EUR betragen.

6.6. Ist der Erwerb des Führerscheines der Klasse T (oder sonstige) förderfähig?

Nein.

Ihre Ansprechparnter

Kostenfreie Hotline 0800 56 007 57

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kunden nutzen auch

Sachsen-Anhalt WEITERBILDUNG BETRIEB

Förderung der betrieblichen Weiterbildung und der Personal -u.  Organisationsentwicklung in Unternehmen.

IB-Förderdarlehen Neubau

Bau oder Erwerb einer neuen Immobilie

CLEVER KOMBINIERT

Finanzierungslücke? Wir beraten Sie gern. Über unsere Service-Hotline 0800 56 007 57 oder im persönlichen Gespräch an einem unserer Regionalsprechtage.