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Forschung und Entwicklung
Zuschüsse für die Entwicklung innovativer Produkte und Verfahren

Die FuE-Richtlinien wurden am 29. Dezember 2017 und die Grundsätze zur Förderung von Wissenschaft und Forschung wurden am 21. Juni 2018 geändert. Die aktuellen Förderrichtlinien und Fördergrundsätze sowie die dazu gehörenden Formulare und Kundeninformationen finden Sie unter dem Programm Forschung und Entwicklung ab 2018. 

Unter Downloads  finden Sie die Formulare für den Mittelabruf und den Verwendungsnachweis für Projekte, die auf Grundlage der FuE-Richtlinien vom 27. Februar 2015 (geändert am 12. November 2015) bzw. der Fördergrundsätze mit dem Stand vor dem 21. Juni 2018 bewilligt wurden.
 

BAHNEN ZIEHEN FÜR EUROPA

Über den Traditionsstandort Wolfen werden viele Geschichten erzählt. Hier ist eine besondere. Beweist sie doch, dass Weitsicht, Mut und technologisches Verständnis zum Erfolg führen können - und das in geradezu europäischer Dimension.

Förderfakten

Die Folienwerk Wolfen GmbH hat Zuschüsse für die Entwicklung innovativer Produkte und Verfahren „Forschung und Entwicklung“ (FuE) beantragt. Das hebt Innovationspotenziale, sichert die Wettbewerbsfähigkeit und stärkt die Wirtschaftskraft. Zusätzlich setzten Zuschüsse aus dem Programm „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) Förderanreize für Unternehmensinvestitionen. Förderzweck: Erweiterung der Produktpalette, Personalausgaben, Auftragsforschung

Fördersumme

GRW-Gesamtinvestition 9,5 Mio. Euro
GRW-Zuschuss 2,0 Mio. Euro

Das inzwischen 60.000 Quadratmeter große Gelände des Folienwerkes Wolfen im Ortsteil Thalheim ist weiträumig und gut gesichert. Durch das schwere, ferngesteuerte Tor gelangen Besucher und Kunden in den Eingangs- und Verwaltungsbereich des weithin sichtbaren Gebäudekomplexes. Dahinter erstrecken sich über 8.000 Quadratmeter die großen, modernen Produktionshallen, wo im wahrsten Sinn des Wortes Bahnen für Europa gezogen werden.

Im Drei-Schicht-System werden hochwertige, transparente Kunststofffolien vor allem für die Verpackungsindustrie produziert. Der verarbeitete Hauptgrundstoff ist umweltfreundliches PET, aus der Getränkeflaschenindustrie bekannt. Das als Granulat angelieferte Material wird im Extruder geschmolzen, dann geglättet und kundengerecht formatiert. Bei einer Folienkapazität von bis zu 20.000 Tonnen beträgt der Jahresumsatz zirka 40 Millionen Euro. Rund 70 Prozent der Produkte sind für den Export bestimmt, davon wiederum 70 Prozent in EU-Länder. Lieferungen gehen auch in die USA, nach Kanada, Russland und Südostasien.

Aktuell arbeiten am Standort 147 Männer und Frauen, davon acht Auszubildende. Überall herrscht auffallende Sauberkeit. Es gelten hohe Standards für Hygiene, Sicherheit und Qualität, was mit der Produktpalette und ihrer Verwendung zu tun hat.

"Ökologisch und intelligent: Unser Pioniergeist hat uns weit gebracht. Um noch weiter zu kommen, haben wir uns gern unterstützen lassen." Günther Burkardt, Geschäftsführer Folienwerk Wolfen GmbH

Ein Blick zurück in die Firmengeschichte: Vor zweieinhalb Jahrzehnten nimmt die überaus erfolgreiche Firmenentwicklung in Wolfen ihren Anfang. Sie zeigt, wie aus Chancen unternehmerischer Erfolg wird. Und sie macht auch deutlich, wie die zunehmende wirtschaftliche Leistungsfähigkeit durch kontinuierliche Förderung nachhaltig flankiert werden kann. Bis heute hat das Folienwerk weit über 20 Millionen Euro investiert.

Zwei Fachleute der Branche bereiten damals den Boden für den bemerkenswerten Weg der Folienwerk Wolfen GmbH. Günther Burkardt leitet damals im Hessischen Landkreis Offenbach ein Unternehmen der Verpackungsindustrie, das vor allem PVC-Folien verarbeitet. Im August 1990 lernt er auf der Kunststofffachmesse Fakuma Friedrichshafen einen technischen Leiter in der ORWO Filmfabrik Wolfen, Wolfgang Maxdorf, kennen, der über umfangreiche Erfahrungen zur Herstellung von Polyesterfolien für Foto- und Röntgenfilme sowie Elektroisolierfolien verfügt.

Die Männer aus den einst beiden Teilen Deutschlands mit ihrer so unterschiedlichen Lebensentwicklung verfügen gleichermaßen über Pioniergeist und sind Visionäre. Beide bringen nach mehreren Gesprächen ihre Interessen und ihr Wissen zusammen. Ihre Motive für ein gemeinsames Unternehmen sind ähnlich: Sie wollen dauerhaft etwas Neues aufbauen und damit auch ein Zeichen gegen die Massenarbeitslosigkeit der Nachwendezeit setzen. Vor allem erkennen sie das wirtschaftlich-technologische Potenzial und den Markt für die Produkte. Im Ergebnis wird die Folienwerk Wolfen GmbH mit Unterstützung der Treuhand aus dem ORWO-Komplex ausgegründet. Sie nimmt offiziell im März 1991 in einer alten Produktionshalle der früheren Filmfabrik mit knapp 30 Beschäftigten die Arbeit auf.

Der Start gelingt. Maxdorf wird Geschäftsführer Technik. Burkardt verantwortet damals den kaufmännischen Bereich und ist für die Kundenbetreuung zuständig. Es gibt kaum Anlaufschwierigkeiten. Bereits wenige Wochen nach Anschaffung einer sogenannten Extrusionsanlage werden hochwertige, transparente PET-Folien produziert. Umwelttechnisch stellen diese Produkte eine gute Alternative zu bis dahin gängigen PVC-Folien dar. Außerdem wird das Recycling von Rest- und Rücklaufmaterial von Kunden rasch vorangetrieben. Die so hergestellten Folien und hochwertigen Formteile für Verpackungen bieten zusätzlichen Arbeitskräften Platz und sorgen für mehr Effizienz.

„Zu dem schnellen Erfolg tragen die Erfahrungen von Ingenieuren genauso bei, wie das Können und Engagement der Anlagenfahrer“, erinnert sich Günther Burkardt, heute noch Geschäftsführer in der Firma. „Bei allem Positiven, die ersten fünf Jahre waren dennoch schwer und verlangten uns alles ab“, erinnert er. „Den Break Even Point erreichten wir nach knapp zwei Jahren und schreiben erst in der Folgezeit die schwarze Null.“ Auch das ganz schwierige Jahr 1996 wird – mit Unterstützung von Banken und Großlieferanten – überstanden.
Es braucht neue Pläne und Entscheidungen. Maxdorf und Burkardt sagen sich damals: „Wir schaffen das“. Gemeinsam mit anderen Finanzpartnern „wird die Sparbüchse geöffnet“. Die Kräfte werden neu justiert. Sie wollen investieren und die guten Überlebenschancen des Folienwerks Wolfen mit seinen wettbewerbsfähigen Produkten langfristig sichern. Die direkte Kundenansprache wird verstärkt und ein weiteres Investitionspaket verabschiedet. „Mit der daraufhin installierten zweiten Extrusionsanlage wächst die Produktion um mehr als 50 Prozent. Wir haben dann Geld verdient“, ist Burkardt noch immer zufrieden.

2001 erfolgt bei laufendem Betrieb der Umzug in die Produktionsstätte am heutigen Standort Guardienstraße Thalheim. In der neuen Halle werden zunächst die beiden vorhandenen und eine dritte Extrusionsanlage installiert. Die Belegschaft wächst bald auf 110 Dauerarbeitsplätze und weiter auf die jetzige Anzahl. Die Produktpalette bekommt ein neues, vielfältigeres Profil. In mehreren Etappen erfolgen weitere Investitionen, die für deutlichen Kapazitätszuwachs sorgen. Am Ende produzieren sechs Extrusionsanlagen.

Neben den Angeboten für die Verpackungsmittelindustrie eröffnen sich mit speziellen Folien für Kreditkarten sowie für personalisierte Kartensysteme wie die Gesundheitskarte weltweit neue Märkte. Das gilt ebenso für Folien zur Herstellung von Sicherheitsglas. Breite Anwendung finden die Erzeugnisse für Verpackungen in der Medizintechnik und der Pharmaindustrie. Interessant sind Spezialfolien, mit denen 3D-Effekte – wie auf dem neuen Zehn-Euro-Schein – erzielt werden. Nicht zuletzt profiliert sich die Recyclingabteilung mit besonderen Sortimenten und steigendem Umsatz weiter als wirtschaftliches Standbein. Ganz wichtig und für ein mittelständisches Unternehmen dieser Größenordnung nicht alltäglich: Es gibt eine eigene Abteilung für Forschung und Entwicklung, in der vier Experten mit Bachelor- und Fachstudium an speziellen, kundenorientierten Lösungen tüfteln.

Auf den Punkt gebracht: Das Unternehmen hat sich bis heute Schritt für Schritt zu einem wichtigen Arbeitgeber entwickelt und trägt zu mehr Steuereinnahmen in der Region bei. Die Belegschaft schätzt das feste Einkommen. Das alles soll sich fortsetzen. Zurzeit wird an einer rund 4.000 m2 großen Halle mit neuen, modernen Fertigungsanlagen gebaut, inklusive notwendiger Versorgungseinrichtungen und Außenanlagen. Das Gesamtvolumen des Investitionspaketes beträgt rund 9,5 Millionen Euro. Die Investitionsbank bewilligt die dafür beantragten Fördergelder in Höhe von 2,0 Millionen Euro aus GRW-Mitteln. Darüber hinaus hat die Folienwerk Wolfen GmbH Zuschüsse für die Entwicklung innovativer Produkte und Verfahren „Forschung und Entwicklung“ (FuE) erhalten. Das hebt Innovationspotenziale, sichert die Wettbewerbsfähigkeit und stärkt die Wirtschaftskraft. Die Maßnahmen sollen dauerhaft weiteres Wachstum ermöglichen und 16 weitere Arbeitsplätze bringen. In Zusammenarbeit mit der Hochschule Merseburg und anderen Hochschulen sind Produktneu- und -weiterentwicklungen im Fokus.

„Das Folienwerk will auf diesem Weg auch regionale Talente finden und darüber hinaus Fachkräfte binden. Mit dem technologischen Fortschritt eröffnen sich vielfältige Perspektiven und interessante Herausforderungen“, sagt Dirk Kierchhoff, der als Geschäftsführer die Geschicke des Unternehmens seit einigen Jahren operativ leitet. „Wir brauchen deshalb auf lange Sicht kreative, flexible und mitdenkende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Bereichen“, macht er Chancen deutlich. „Wir bieten jungen Menschen Ausbildungsplätze als Mechatroniker, Anlagenfahrer, im Labor oder im Kaufmännischen.“

ERFOLGSGESCHICHTEN

BAHNEN ZIEHEN FÜR EUROPA

Über den Traditionsstandort Wolfen werden viele Geschichten erzählt. Hier ist eine besondere. Beweist sie doch, dass Weitsicht, Mut und technologisches Verständnis zum Erfolg führen können - und das in geradezu europäischer Dimension.

Förderfakten

Die Folienwerk Wolfen GmbH hat Zuschüsse für die Entwicklung innovativer Produkte und Verfahren „Forschung und Entwicklung“ (FuE) beantragt. Das hebt Innovationspotenziale, sichert die Wettbewerbsfähigkeit und stärkt die Wirtschaftskraft. Zusätzlich setzten Zuschüsse aus dem Programm „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) Förderanreize für Unternehmensinvestitionen. Förderzweck: Erweiterung der Produktpalette, Personalausgaben, Auftragsforschung

Fördersumme

GRW-Gesamtinvestition 9,5 Mio. Euro
GRW-Zuschuss 2,0 Mio. Euro

Das inzwischen 60.000 Quadratmeter große Gelände des Folienwerkes Wolfen im Ortsteil Thalheim ist weiträumig und gut gesichert. Durch das schwere, ferngesteuerte Tor gelangen Besucher und Kunden in den Eingangs- und Verwaltungsbereich des weithin sichtbaren Gebäudekomplexes. Dahinter erstrecken sich über 8.000 Quadratmeter die großen, modernen Produktionshallen, wo im wahrsten Sinn des Wortes Bahnen für Europa gezogen werden.

Im Drei-Schicht-System werden hochwertige, transparente Kunststofffolien vor allem für die Verpackungsindustrie produziert. Der verarbeitete Hauptgrundstoff ist umweltfreundliches PET, aus der Getränkeflaschenindustrie bekannt. Das als Granulat angelieferte Material wird im Extruder geschmolzen, dann geglättet und kundengerecht formatiert. Bei einer Folienkapazität von bis zu 20.000 Tonnen beträgt der Jahresumsatz zirka 40 Millionen Euro. Rund 70 Prozent der Produkte sind für den Export bestimmt, davon wiederum 70 Prozent in EU-Länder. Lieferungen gehen auch in die USA, nach Kanada, Russland und Südostasien.

Aktuell arbeiten am Standort 147 Männer und Frauen, davon acht Auszubildende. Überall herrscht auffallende Sauberkeit. Es gelten hohe Standards für Hygiene, Sicherheit und Qualität, was mit der Produktpalette und ihrer Verwendung zu tun hat.

"Ökologisch und intelligent: Unser Pioniergeist hat uns weit gebracht. Um noch weiter zu kommen, haben wir uns gern unterstützen lassen." Günther Burkardt, Geschäftsführer Folienwerk Wolfen GmbH

Ein Blick zurück in die Firmengeschichte: Vor zweieinhalb Jahrzehnten nimmt die überaus erfolgreiche Firmenentwicklung in Wolfen ihren Anfang. Sie zeigt, wie aus Chancen unternehmerischer Erfolg wird. Und sie macht auch deutlich, wie die zunehmende wirtschaftliche Leistungsfähigkeit durch kontinuierliche Förderung nachhaltig flankiert werden kann. Bis heute hat das Folienwerk weit über 20 Millionen Euro investiert.

Zwei Fachleute der Branche bereiten damals den Boden für den bemerkenswerten Weg der Folienwerk Wolfen GmbH. Günther Burkardt leitet damals im Hessischen Landkreis Offenbach ein Unternehmen der Verpackungsindustrie, das vor allem PVC-Folien verarbeitet. Im August 1990 lernt er auf der Kunststofffachmesse Fakuma Friedrichshafen einen technischen Leiter in der ORWO Filmfabrik Wolfen, Wolfgang Maxdorf, kennen, der über umfangreiche Erfahrungen zur Herstellung von Polyesterfolien für Foto- und Röntgenfilme sowie Elektroisolierfolien verfügt.

Die Männer aus den einst beiden Teilen Deutschlands mit ihrer so unterschiedlichen Lebensentwicklung verfügen gleichermaßen über Pioniergeist und sind Visionäre. Beide bringen nach mehreren Gesprächen ihre Interessen und ihr Wissen zusammen. Ihre Motive für ein gemeinsames Unternehmen sind ähnlich: Sie wollen dauerhaft etwas Neues aufbauen und damit auch ein Zeichen gegen die Massenarbeitslosigkeit der Nachwendezeit setzen. Vor allem erkennen sie das wirtschaftlich-technologische Potenzial und den Markt für die Produkte. Im Ergebnis wird die Folienwerk Wolfen GmbH mit Unterstützung der Treuhand aus dem ORWO-Komplex ausgegründet. Sie nimmt offiziell im März 1991 in einer alten Produktionshalle der früheren Filmfabrik mit knapp 30 Beschäftigten die Arbeit auf.

Der Start gelingt. Maxdorf wird Geschäftsführer Technik. Burkardt verantwortet damals den kaufmännischen Bereich und ist für die Kundenbetreuung zuständig. Es gibt kaum Anlaufschwierigkeiten. Bereits wenige Wochen nach Anschaffung einer sogenannten Extrusionsanlage werden hochwertige, transparente PET-Folien produziert. Umwelttechnisch stellen diese Produkte eine gute Alternative zu bis dahin gängigen PVC-Folien dar. Außerdem wird das Recycling von Rest- und Rücklaufmaterial von Kunden rasch vorangetrieben. Die so hergestellten Folien und hochwertigen Formteile für Verpackungen bieten zusätzlichen Arbeitskräften Platz und sorgen für mehr Effizienz.

„Zu dem schnellen Erfolg tragen die Erfahrungen von Ingenieuren genauso bei, wie das Können und Engagement der Anlagenfahrer“, erinnert sich Günther Burkardt, heute noch Geschäftsführer in der Firma. „Bei allem Positiven, die ersten fünf Jahre waren dennoch schwer und verlangten uns alles ab“, erinnert er. „Den Break Even Point erreichten wir nach knapp zwei Jahren und schreiben erst in der Folgezeit die schwarze Null.“ Auch das ganz schwierige Jahr 1996 wird – mit Unterstützung von Banken und Großlieferanten – überstanden.
Es braucht neue Pläne und Entscheidungen. Maxdorf und Burkardt sagen sich damals: „Wir schaffen das“. Gemeinsam mit anderen Finanzpartnern „wird die Sparbüchse geöffnet“. Die Kräfte werden neu justiert. Sie wollen investieren und die guten Überlebenschancen des Folienwerks Wolfen mit seinen wettbewerbsfähigen Produkten langfristig sichern. Die direkte Kundenansprache wird verstärkt und ein weiteres Investitionspaket verabschiedet. „Mit der daraufhin installierten zweiten Extrusionsanlage wächst die Produktion um mehr als 50 Prozent. Wir haben dann Geld verdient“, ist Burkardt noch immer zufrieden.

2001 erfolgt bei laufendem Betrieb der Umzug in die Produktionsstätte am heutigen Standort Guardienstraße Thalheim. In der neuen Halle werden zunächst die beiden vorhandenen und eine dritte Extrusionsanlage installiert. Die Belegschaft wächst bald auf 110 Dauerarbeitsplätze und weiter auf die jetzige Anzahl. Die Produktpalette bekommt ein neues, vielfältigeres Profil. In mehreren Etappen erfolgen weitere Investitionen, die für deutlichen Kapazitätszuwachs sorgen. Am Ende produzieren sechs Extrusionsanlagen.

Neben den Angeboten für die Verpackungsmittelindustrie eröffnen sich mit speziellen Folien für Kreditkarten sowie für personalisierte Kartensysteme wie die Gesundheitskarte weltweit neue Märkte. Das gilt ebenso für Folien zur Herstellung von Sicherheitsglas. Breite Anwendung finden die Erzeugnisse für Verpackungen in der Medizintechnik und der Pharmaindustrie. Interessant sind Spezialfolien, mit denen 3D-Effekte – wie auf dem neuen Zehn-Euro-Schein – erzielt werden. Nicht zuletzt profiliert sich die Recyclingabteilung mit besonderen Sortimenten und steigendem Umsatz weiter als wirtschaftliches Standbein. Ganz wichtig und für ein mittelständisches Unternehmen dieser Größenordnung nicht alltäglich: Es gibt eine eigene Abteilung für Forschung und Entwicklung, in der vier Experten mit Bachelor- und Fachstudium an speziellen, kundenorientierten Lösungen tüfteln.

Auf den Punkt gebracht: Das Unternehmen hat sich bis heute Schritt für Schritt zu einem wichtigen Arbeitgeber entwickelt und trägt zu mehr Steuereinnahmen in der Region bei. Die Belegschaft schätzt das feste Einkommen. Das alles soll sich fortsetzen. Zurzeit wird an einer rund 4.000 m2 großen Halle mit neuen, modernen Fertigungsanlagen gebaut, inklusive notwendiger Versorgungseinrichtungen und Außenanlagen. Das Gesamtvolumen des Investitionspaketes beträgt rund 9,5 Millionen Euro. Die Investitionsbank bewilligt die dafür beantragten Fördergelder in Höhe von 2,0 Millionen Euro aus GRW-Mitteln. Darüber hinaus hat die Folienwerk Wolfen GmbH Zuschüsse für die Entwicklung innovativer Produkte und Verfahren „Forschung und Entwicklung“ (FuE) erhalten. Das hebt Innovationspotenziale, sichert die Wettbewerbsfähigkeit und stärkt die Wirtschaftskraft. Die Maßnahmen sollen dauerhaft weiteres Wachstum ermöglichen und 16 weitere Arbeitsplätze bringen. In Zusammenarbeit mit der Hochschule Merseburg und anderen Hochschulen sind Produktneu- und -weiterentwicklungen im Fokus.

„Das Folienwerk will auf diesem Weg auch regionale Talente finden und darüber hinaus Fachkräfte binden. Mit dem technologischen Fortschritt eröffnen sich vielfältige Perspektiven und interessante Herausforderungen“, sagt Dirk Kierchhoff, der als Geschäftsführer die Geschicke des Unternehmens seit einigen Jahren operativ leitet. „Wir brauchen deshalb auf lange Sicht kreative, flexible und mitdenkende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Bereichen“, macht er Chancen deutlich. „Wir bieten jungen Menschen Ausbildungsplätze als Mechatroniker, Anlagenfahrer, im Labor oder im Kaufmännischen.“

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