
Peißen/Bernburg. Landesentwicklungsminister Thomas Webel und der Chef der Investitionsbank Sachsen-Anhalt (IB), Manfred Maas, haben heute im Bernburger Ortsteil Peißen Bilanz zum Unwetter-Hilfsprogramm „Sachsen-Anhalt SOFORTHILFE - 2011“ gezogen. Mit dem kurzfristig aufgelegten Darlehen konnte Betroffenen der Unwetterkatastrophe vom 11. September 2011 geholfen werden, die schweren Sturm- und Hagelschäden an Wohn- und Miethäusern zu beseitigen.
Webel lobte die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten: „Kommunen, Investitionsbank und Land haben Hand in Hand gearbeitet. So konnte knapp 100 Hausbesitzern schnell und unkompliziert finanzielle Unterstützung zugesichert werden - ein deutliches Signal für Kompetenz und Flexibilität aller Verantwortlichen.“
Betroffene aus den Landkreisen Salzlandkreis, Anhalt-Bitterfeld, Wittenberg, Mansfeld-Südharz sowie Saalekreis gewährte die IB ein Darlehen bis zu 20.000 Euro zu einem reduzierten Zinssatz von 1,5 Prozent (effektiv). Mit einem Gesamtvolumen von 1,5 Millionen Euro konnten Dächer repariert, Fassaden erneuert, demolierte Fenster ausgetauscht oder Schlammschäden behoben werden.
Zuvor hatte die IB zwischen September und Oktober sechs Vor-Ort-Termine in den am schlimmsten betroffenen Kommunen durchgeführt. Knapp 200 Geschädigte wurden persönlich beraten, mehr als 290 erhielten über die kostenfreie Hotline Auskunft zum Programm. „Die Berater der IB haben über die fairen Konditionen informiert, bei der Antragsstellung geholfen und den Menschen auch Mut zugesprochen“, betonte Maas. Privatpersonen, die nicht oder nicht ausreichend versichert waren, haben die Soforthilfe besonders in Anspruch genommen. „Von Beginn an hat die Landesregierung klar gemacht, dass Landeshilfen keinen Versicherungsschutz ersetzen. Deshalb wurde jeder Darlehensnehmer vertraglich verpflichtet, sich zu versichern. Das verstehen wir unter Nachhaltigkeit“, unterstrich Maas.
Knapp vier Monate nach dem Unwetter sind 80 Prozent der Mittel ausgezahlt. Verzögerungen gab es vor allem durch die starke Nachfrage bei Handwerkern und Versicherungen, u. a. weil Kostenvoranschläge und Versicherungsgutachten dringend notwendig waren.
Informationen zum Bild:
Vor-Ort-Termin in Peißen mit Manfred Maas (Investitionsbank Sachsen-Anhalt, ganz links), Reinhard Frenzel (Betroffener des Unwetters 2011 und IB-Kunde, 2.v.l.), Thomas Webel (Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr, 3.v.l.) und Henry Schütze (Oberbürgermeister der Stadt Bernburg, 3.v.r.)
Reinhard Frenzel, 52 Jahre aus Bernburg OT Peißen, berichtete im Rahmen des heutigen Vor-Ort-Termins von den Unwetterschäden an seinem Haus. Er hatte am 12. Oktober letzten Jahres als Erster ein Darlehen in Höhe von 20.000 Euro für die Instandsetzung seines Daches erhalten.